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Geändert: 2007-12-17
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Kategorie: Motorsportrennen

1000 km Nürburgring

 Chaparral 1966 im Karussell

Chaparral 1966 im Karussell

Die ADAC 1000 km Nürburgring sind ein Langstrecken- bzw. Sportwagenrennen, das der ADACs von 1953 bis 1983 auf der Nordschleife des Nürburgring veranstaltete. Die Initiatoren des Wettbewerbs waren der spätere ADAC-Präsident Hans Bretz, Paul von Guilleaume und Georg A. Heinemann. Vor den Umbauten der Rennstrecke waren 44 Runden von 22,810 km bzw. 1003,64 km zu fahren.
1 1953 bis 1983
2 Schwere Unfälle auf der Nordschleife
3 Nach dem Bau der Grand-Prix-Strecke
4 Wiederbeginn im Jahr 2000
5 Quellen
6 Weblinks

1953 bis 1983

Den ersten Lauf am 31. August 1953, der zur Sportwagen-Weltmeisterschaft gewertet wurde, gewannen Alberto Ascari/Giuseppe Farina auf Ferrari 375 MM (4,5 l) in 8:20,44 Stunden bzw. mit einem Durchschnitt von 120,268 km/h. 51 Fahrzeuge nahmen mit einem Le-Mans-Start das Rennen auf. 1969 begann das 1000-km-Rennen erstmals mit einem sogenannten Indianapolisstart, bei dem die Teilnehmer hinter einem Führungsfahrzeug eine Einführungsrunde auf der Start-und-Ziel-Schleife fuhren und danach mit fliegendem Start das Rennen aufnahmen. Juan Manuel Fangio und Rennleiter Erwin Illg gaben gemeinsam das Rennen von 65 Wagen der unterschiedlichsten Kategorien frei.

1966 versuchte das ZDF erstmals Fernsehbilder aus einem fahrenden Rennauto zu übertragen und setzte einen Porsche 904 als Kamerawagen ein, den die Journalisten Paul Frère und Rainer Günzler steuerten. Trotz des großen Aufnahmegeräts, das rechts neben dem Fahrer angebracht war, erreichte der Wagen im Training eine Rundenzeit von 9:36 Minuten und einen Startplatz im Mittelfeld. Offenbar elektrische Störungen beeinträchtigten allerdings die Qualität der gesendeten Schwarz-Weiß-Bilder.

Sieger der 1000 km auf dem Nürburgring am 1. Juni 1966 wurden Phil Hill und Joakim Bonnier auf einem Chaparral mit 5,4-Liter-Motor und einem automatischen Zweiganggetriebe in der Zeit von 6:58:47,6 Stunden. Die schnellste Runde fuhr John Surtees im Ferrari 330 P3 mit 8:37 Minuten = 158,832 km/h.

Um die Geschwindigkeit vor Start und Ziel zu verringern und die Sicherheit zu erhöhen, wurde 1967 eine „Bremskurve“ eingebaut, die die Renndistanz auf 1004,74 km mit 91 Links- und 85 Rechtskurven erweiterte. Trotz dieser „Schikane“ siegten Joseph Siffert/Vic Elford 1968 auf Porsche 908 in der neuen Bestzeit von 6:34:06,3 Stunden, Durchschnitt 152,96 km/h.

Schwere Unfälle auf der Nordschleife

Schwere Unfälle blieben auf der damals ungenügend gesicherten Nürburgring-Nordschleife blieben nicht aus. Einer der Toten ist der Finne Hans Laine (24), der während des Trainings zum 1000-km-Rennen 1970 im Streckenabschnitt Antoniusbuche verunglückte und in seinem Wagen verbrannte. 1964 verunglückten der Engländer Brian Hetreed (Aston Martin) und der Frankfurter Rudolf Wilhelm Moser (Porsche 904) im Training tödlich; der Sizilianer Vincenzo Arena, dessen AC Cobra in zwei Bäume einschlug, überlebte mit mehreren Knochenbrüchen. Beim 1000-km-Rennen kam der Luxemburger Honoré Wagner zu Tode, als sein Alfa Romeo einen Steilhang hinunterstürzte.

Nach dem Bau der Grand-Prix-Strecke

Im letzten Lauf 1983 auf der wegen Bauarbeiten verkürzten Nordschleife (916,608 km) gewann der Werks-Porsche 956 C von Jackie Ickx/Jochen Mass vor Wollek/Johannsson und Rosberg/Lammers/Palmer (alle Porsche). Die schnellste Rennrunde fuhr Stefan Bellof (Porsche) mit 6:25,9 Minuten (194,3 km/h).

Ab 1984 fanden die Langstreckenrennen auf der neuen Grand-Prix-Strecke statt. Bei dem ersten Rennen fuhr der spätere Formel-1-Weltmeister Ayrton Senna sein erstes und einziges Gruppe-C-Rennen am Steuer eines Porsche 956 C.

Wiederbeginn im Jahr 2000

Nach 1991 gab es eine Pause, erst im Jahre 2000 wurden angesichts der starken deutschen Teams von BMW und Audi wieder 1000 km gefahren. Den Lauf im Rahmen der European Le Mans Series (ELMS), dem Gegenstück zur American Le Mans Series (ALMS), gewann jedoch im Regen der skurrile Frontmotor-Panoz von Jan Magnussen/David Brabham vor einem BMW V12, einem Audi R8 und dem zweiten Panoz.

Nach drei weiteren Jahren Pause ist das Rennen seit 2004 wieder fester Bestandteil des Jahresprogramms am Nürburgring und wird im Rahmen der Le Mans Endurance Series (LMES) ausgetragen.

Hierbei siegten:

2004 - Audi R8

2005 -

2006 - Pescarolo

2007 - Peugeot 908 HDi

Eine Besonderheit gleich im Jahr 2004 war, dass das Rennen nicht zur traditionellen Startzeit am Sonntagmorgen oder Sonntagmittag, sondern am späten Samstagnachmittag um 16:00 Uhr begann und in den Abend hinein ausgetragen wurde. So kamen auch die Zuschauer in Deutschland in den seltenen Genuss eines Sportwagenrennens bei Nacht.

Quellen

  • Thora Hornung: 50 Jahre Nürburgring – Kurvenlabyrinth für Könner, Görres-Verlag, Koblenz 1977
  • Jörg-Thomas Födisch: Nürburgring – Die Chronik der legendären Rennstrecke, Verlagsunion Erich Pabel – Arthur Moewig KG, Rastatt 1991, ISBN 3-8118-3065-1
  • Programmhefte zum 1000-km-Rennen des ADAC
  • 'auto, motor und sport', verschiedene Ausgaben

Weblinks

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