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| Geändert: 2007-12-12 |
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Kurze Zusammenfassung
Das 20. Jahrhundert wird auch als das „ kurze Jahrhundert“ (1914–1989) bezeichnet. Darin kam es zu den „ Urkatastrophen“. Gemeint sind die Weltkriege. Nach einer relativ friedlichen Belle Epoque und einem Flottenwettrüsten eskalierten 1914 die Rivalitäten zum Ersten Weltkrieg der Mittelmächte gegen die Entente und mit ihr verbündeten Mächte. Diese siegten und beendeten nach russischer Oktoberrevolution und deutscher Novemberrevolution den Krieg. In der Nachkriegszeit gewannen u.a. wegen der Schwäche des Völkerbundes Totalitär Ideologien wie der Nationalsozialismus, der Faschismus und Stalinismus an Boden. Durch die Weltwirtschaftskrise wurde die NSDAP zur Massenpartei; 1933 folgte ihre Machtergreifung in Deutschland. Mit dem Überfall auf Polen begann der Zweite Weltkrieg, den die Achsenmächte gegen die Alliierten - über 50 Staaten - führten und am 8. Mai 1945 verloren. Der Zivilisationsbruch des Holocaust, die bisher schlimmsten Kriegsfolgen standen Pate bei der Gründung der UNO und neuen, nun breit getragenen europäischen Einigungsbewegungen. Die Interessengegensätze der Supermächte erzeugten jedoch den Kalten Krieg und die Teilung Europas und Deutschlands durch den Eisernen Vorhang. Ab dem 9. Mai 1950 entstand auf Vorschlag von Robert Schuman die Gemeinschaft für Kohle und Stahl; am 18. April 1951 gründete der Vertrag von Paris die Montanunion. Der Europarat, der Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, die Westeuropäische Union sowie die NATO wurde geschaffen. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft ( EWG) folgte auf die Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März 1957. Die Zollunion begünstigte einen grenzüberschreitenden Aufschwung und ein Wirtschaftswunder. Die Europäische Gemeinschaft ( EG) konnte die Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) einführen. Die Europäische Kommission, der Ministerrat, das Europäisches Parlament und der Europäische Gerichtshof ( EuGH) wurden als Gemeinschaftsorgane installiert, so dass die Europäische Integration stetig zunahm. Der Vertrag über die Europäische Union am 1. November 1993 ließ den Europäischen Binnenmarkt wirklich werden. OEEC und EFTA ermöglichten eine große Freihandelszone in Europa. Die stetige Arbeitverdichtung, Automatisierungzeitalter, das Elektronik und die Informationsgesellschaft wurden Normalität. Perestroika und Glasnost in der Sowjetunion ermöglichten die Montagsdemonstrationen 1989/1990 in der DDR, den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 und die deutsche Wiedervereinigung 1990. Nun konnte die EU-Erweiterung mit den mittel- und osteuropäischen Ländern folgen. Neue Kriege auf dem Balkan und in der Erdöl-Region dämpften die Hoffnungen auf weltweite Abrüstung und Entspannungspolitik. Der Euro wurde internationale Leitwährung neben dem US-Dollar. Öffnung und Zusammenwachsen der Märkte und gesteigerte Produktivität bewirkten die Globalisierung. Die Weltpolitik wird heute stark vom Antiterrorkrieg und Unilateralismus der USA bestimmt. Globale Herausforderungen wie die Klimakatastrophe, die Bevölkerungsexplosion und die Armutsmigration erfordern neue internationale Anstrengungen.
Ereignisse/Entwicklungen
- Philippinisch-Amerikanischer Krieg 1899–1902
- Russische Revolution 1905
- Die erste Frauenbewegung erkämpft das Frauenwahlrecht in allen westlichen Ländern. Erstes europäisches Land ist Finnland (1906), die letzten sind die Schweiz (Wahlrecht auf Bundesebene 1971) und Liechtenstein (1990).
- Mexikanische Revolution (1910–1929)
- Erster Weltkrieg (1914–1918)
- Sozialistische und kommunistischeenen Revolution in Europa, Asien und Amerika (vergleiche Kommunistische Partei)
- Aufstieg des Faschismus und des Nationalsozialismus
- Weltwirtschaftskrise
- Spanischer Bürgerkrieg (1936–1939)
- Zweiter Weltkrieg (1939–1945)
- Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündet 1948 in Form einer UNO-Resolution die Gemeinsame Erklärung der Menschenrechte
- Bürgerrechtsbewegung in den USA
- Aufstände in Berlin (1953), Budapest und Posen (1956), Gründung von Arbeiterräten in Ungarn
- Sturz der Regierung Mohammad Mossadegh im Iran durch die USA 1953
- Bei der Operation PBSUCCESS wird 1954s der demokratisch gewählte Präsident Guatemala durch die CIA gestürzt. Unter den sich anschließenden Militärdiktaturen sterben circa 200.000 Guamalteken.
- Algerienkrieg
- Kubakrise (1962)
- Vietnamkrieg (1964–1975)
- Nahostkonflikt
- Viele der ehemaligen Kolonien werden formal unabhängig.
- Kulturrevolution in der Volksrepublik China (1966–1976)
- Mai 68 in Frankreich, 68er in Deutschland, Massaker von Tlatelolco in Mexiko, Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes beendet den Prager Frühling
- Zweite Frauenbewegung, Lesben- und Schwulenbewegung, Anti-Atom-Bewegung
- Ölkrise: 1. Ölkrise ab Herbst 1973 mit Sonntagsfahrverbotfen (danach Beginn der zuvor als zu teuer gegoltenen Erdölörderung in der Nordsee, aber auch erste Überlegungen zur Energieeinsparung und zu alternativen Energien); 2. Ölkrise 1979/80
- Diktatur der Roten Khmer in Kambodscha 1975–1979
- Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (26. April 1986)
- Fall des Eisernen Vorhangs zwischen West- und Osteuropa
- Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahre 1990
- Entstehung und Erweiterung der Europäischen Union
 Entwicklung der EU von 1952 bis 2007
Erfindungen und Entdeckungen
Persönlichkeiten
Politik und Adel
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- Saddam Hussein (Irak)
- Juan Carlos (Spanien)
- John F. Kennedy (USA)
- Ruhollah Khomeni (Iran, Islamische Revolution)
- Kurt Georg Kiesinger (Bundesrepublik Deutschland)
- Martin Luther King (USA, Bürgerrechtsbewegung)
- Helmut Kohl (Deutschland)
- Wladimir Iljitsch Lenin (Russland, Oktoberrevolution)
- Karl Liebknecht (Deutschland, Sozialismus)
- Patrice Lumumba (Kongo)
- Rosa Luxemburg (Deutschland, Sozialismus)
- Nelson Mandela (Südafrika, ANC)
- Golda Meir (Israel)
- François Mitterrand (Frankreich)
- Jean Monnet (Frankreich)
- Muhammad Husni Mubarak (Ägypten)
- Benito Mussolini (Italien)
- Gamal Abdel Nasser (Ägypten)
- Jawaharlal Nehru (Indien)
- Kwame Nkrumah (Ghana)
- Julius Nyerere (Tansania)
- Augusto Pinochet (Chile, Militärjunta)
- Pol Pot (Kambodscha)
- Jitzchak Rabin (Israel)
- Fürst Rainier (Monaco)
- Prinzessin Diana (Vereinigtes Königreich)
- Ronald Reagan (USA)
- Franklin D. Roosevelt (USA)
- Theodore Roosevelt (USA)
- Anwar as-Sadat (Ägypten)
- Ariel Scharon (Israel)
- Helmut Schmidt (Bundesrepublik Deutschland)
- Josef Stalin (Sowjetunion)
- Gustav Stresemann (Deutschland)
- Robert Schuman (Frankreich)
- Suharto (Indonesien)
- Sukarno (Indonesien)
- Margaret Thatcher (Vereinigtes Königreich)
- Josip Broz Tito (Jugoslawien)
- Leo Trotzki (Russland, Oktoberrevolution, Sowjetunion)
- Harry S. Truman (USA)
- Ahmed Sékou Touré (Guinea)
- Balthazar Johannes Vorster (Südafrika, Apartheid)
- Lech Wałęsa (Polen)
- Karol Józef Wojtyła (Papst Johannes Paul II, Vatikanstadt)
- Schimon Peres (Israel)
- Malcolm X (USA)
- Emiliano Zapata (Mexiko)
- Mao Zedong (Volksrepublik China)
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Naturwissenschaftler, Ärzte und Ingenieure
Sozialwissenschaftler und Philosophen
Künstler
Schriftsteller
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Musik
- Alban Berg, Béla Bartók, Luciano Berio, Pierre Boulez, John Cage, Claude Debussy, Morton Feldman, Philip Glass, Paul Hindemith, György Ligeti, Gustav Mahler, Olivier Messiaen, Luigi Nono, Carl Orff, Maurice Ravel, Erik Satie, Arnold Schönberg, Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch, Karlheinz Stockhausen, Richard Strauss, Igor Fjodorowitsch Strawinski, Edgar Varèse, Anton Webern
- Sidney Bechet, Dave Brubeck, Ornette Coleman, Miles Davis, Duke Ellington, Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie, Billie Holiday, Thelonious Monk, Charlie Parker, Archie Shepp, Cecil Taylor, Sarah Vaughan
- Beatles, The Rolling Stones, Velvet Underground
- King Sunny Adé, Josephine Baker, James Brown, Ray Charles, Bob Dylan, Marvin Gaye, Fela Kuti, Jimi Hendrix, Michael Jackson, Madonna, Bob Marley, Pink Floyd, Nirvana, Elvis Presley, Frank Sinatra, Frank Zappa
- Georges Brassens, Jacques Brel, Johnny Cash, Georg Kreisler, Gianna Nannini, Édith Piaf
- Maria Callas, Elisabeth Schwarzkopf, Dietrich Fischer-Dieskau
- Umm Kulthum, Nusrat Fateh Ali Khan, Ravi Shankar, Paco de Lucia
- Chanson, Jazz, Rock, Pop, Rap und Hip-Hop, Elektronische Musik, Funk, Punk, Soul, Metal, Grunge
Theater
Antonin Artaud, Augusto Boal, Bertolt Brecht, Peter Brook, Edward Gordon Craig, Jerzy Grotowski, Ariane Mnouchkine, Wsewolod Emiljewitsch Meyerhold, Max Reinhardt, Konstantin Sergejewitsch Stanislawski, Peter Stein, Lee Strasberg, Giorgio Strehler, Jean Vilar, Maximilian Schell, Maria Schell, Carl Schell
Tanz
George Balanchine, Pina Bausch, Merce Cunningham, Isadora Duncan, Martha Graham, Susanne Linke, Gret Palucca, Mary Wigman
Film
Bis zum Ersten Weltkrieg war die französische Filmproduktion weltweit führend. Danach entwickelten sich in den einzelnen Ländern autonome Filmkulturen (beispielsweise wurden in Deutschland die UFA-Studios gegründet). Im Laufe der 20er Jahre errang der US-amerikanische Film eine Vormachtstellung (herausragend waren hier Charles Chaplin oder Buster Keaton). Mit Der Jazzsänger (1927) wurde der erste Tonfilm gezeigt. Der darauffolgende Siegeszug des Tonfilms änderte das Kino grundlegend.
Während 1945 die europäischen Filmemacher von vorne beginnen mussten, konnte Hollywood seine Stellung verfestigten, die aber bald wieder untergraben wurde: In der McCarthy-Ära wanderten bedeutende Kreative ab, die übrigen wichen auf Science Fiction Filme aus. Außerdem erfreute sich der Fernseher größer werdender Beliebtheit.
Mit den gesellschaftlichen Umwälzungen Ende der 60er Jahre entstanden politische, gesellschaftsnahe und -kritische Filme, die auch als Plattform für Hippies dienten (z.B. Easy Rider).
Der erste vollständig Computeranimierte Film Toy Story läutete 1995 eine neue Ära ein.
- Schauspieler: Mario Adorf, Hans Albers, Fred Astaire, Ingrid Bergman, Humphrey Bogart, Marlon Brando, Charles Chaplin,Sean Connery, Bette Davis, James Dean, Catherine Deneuve, Robert de Niro, Marlene Dietrich, Clint Eastwood, Clark Gable, Cary Grant, Alec Guinness, Rita Hayworth, Audrey Hepburn, Katharine Hepburn, Dustin Hoffman, Marcello Mastroianni, Marilyn Monroe, Asta Nielsen, Al Pacino, Gregory Peck, Michel Piccoli, Mary Pickford, Robert Redford, Heinz Rühmann, Margaret Rutherford, Arnold Schwarzenegger, Peter Sellers, Sylvester Stallone, Jacques Tati, Elizabeth Taylor, Spencer Tracy, Sir Peter Ustinov, Rudolph Valentino, John Wayne, Maximilian Schell
- Regisseure: Woody Allen, Robert Altman, Ingmar Bergman, Luis Buñuel, Francis Ford Coppola, Cecil B. DeMille, Maya Deren, Carl Theodor Dreyer, Sergej Eisenstein, Rainer Werner Fassbinder, Federico Fellini, Victor Fleming, John Ford, D. W. Griffith, Alfred Hitchcock, Abbas Kiarostami, Stanley Kubrick, Krzysztof Kieślowski, Fritz Lang, Sergio Leone, George Lucas, David Lynch, Louis Malle, Friedrich Wilhelm Murnau, Yasujiro Ozu, Pier Paolo Pasolini, Sam Peckinpah, Satyajit Ray, Jean Renoir, Leni Riefenstahl, Jacques Rivette, Roberto Rossellini, Ousmane Sembène, Steven Spielberg, Erich von Stroheim, Andrei Arsenjewitsch Tarkowski, François Truffaut, Orson Welles, Wim Wenders, Dsiga Wertow, Billy Wilder
Religion und Spiritualität
Trends
Siehe auch
Weblinks
Quellen
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