Die junge Disziplin der Bildungsökonomie ist in den zurückliegenden Jahrzehnten eher vernachlässigt worden, erhält derzeit aber wieder neue Impulse durch die überwiegend auf kurzfristige ökonomische Rentabilität gerichteten Bemühungen im Bildungs- und Hochschulbereich. Von Kritikern der derzeit zu verzeichnenden Ökonomisierung der Bildung wird entgegengehalten, dass die Bildung des Subjekts sich einer quantifizierenden Kosten-Nutzen-Analyse entzieht.
Im Hochschulbereich ist über die Credit points und die neuen Abschlüsse (Bachelor, Master) ein Trend der Entwertung von Bildungsgehalten zu konstatieren, der alle Inhalte einer vereinheitlichenden Quantifizierung unterzieht und Bildung auf reine Ausbildung zu verkürzen trachtet, mit Folgen wie Überspezialisierung und Halbbildung. So gerät verstärkt wieder der Zusammenhang von Produktion und Qualifikation in den Blickpunkt des Interesses.