Nicht als Boje, sondern als Tonne bezeichnet man ein schwimmendes Seezeichen, das von der zuständigen Behörde auf einer festgelegten Position ausgelegt wurde, um ein Fahrwasser oder Hindernisse zu markieren, und das in den Seekarten eingetragen ist.
Näheres
Gewässermarkierungen
Bojen sind in der Regel auf dem Grund des Gewässers verankert, damit sie ihre Position nicht verlassen können. In einigen Fällen sind Bojen auch an Objekten unter Wasser verankert, um deren Position zu markieren. Unverankerte Bojen (sogenannte Treibbojen) werden zur Meeresforschung eingesetzt.Eine Heulboje ist eine Boje, die mit einer Sirene zusätzlich auch noch akustische Warnsignale sendet; die Sirene wird meist durch den Wellengang automatisch im Gang gehalten.
Mithilfe einer Ankerboje können Boote auch in Gebieten festmachen, in denen normales Ankern nicht möglich (z. B. wegen zu hoher Wassertiefe) oder nicht erwünscht bzw. verboten ist (z. B. um Korallenriffe vor Beschädigungen durch Anker zu schützen).
Beim Tauchen sind aufblasbare Signalbojen ein Teil der Sicherheitsausrüstung, die jeder Taucher immer bei sich haben sollte. Die signalorangen Bojen bilden einen guten Kontrast zur Wasseroberfläche und sind auch auf größere Distanz gut zu erkennen.
Flugsport
Ebenfalls als Boje werden beim Flugsport Wendepunkte auf einer Routes bezeichnet, die beispielsweise im Rahmen eines Wettkampf umrundet werden müssen. Früher waren dies meistens markante Geländemarken oder Gebäude, die dabei zum Beweis fotografiert werden mussten. Heute wird zur Flugdokumentation ausschließlich GPS verwendet.Abbildungen
„Boje“ als Name
Boje ist der Nachname
- des Hamburger Theaterfotografen Walter Boje
- der Filmschauspielerin Kornelia Boje
- des Norderdithmarscher Landvogtes Johannes Boje (1612-1668)
- Namensbestandteil des Stuttgarter Boje-Verlages
- Husumer Gitarrist & Sänger Boje Willms
