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Geändert: 2007-11-08
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daBoltzmanns konstant
fiBoltzmannin vakio
frConstante de Boltzmann
noBoltzmanns konstant
svBoltzmanns konstant
Kategorie: Thermodynamik Statistische Physik

Boltzmannkonstante

Die Boltzmann-Konstante erlaubt die Berechnung der mittleren thermischen Energie eines Teilchens aus der Temperatur und tritt im Gasgesetz für ideale Gase auf. Sie wurde von Max Planck nach Ludwig Boltzmann benannt. Sie ist nicht mit der Stefan-Boltzmann-Konstante zu verwechseln.

Ihr Wert beträgt nach der aktuellen CODATA-Empfehlung CODATA (2006): Boltzmann constant Weblinks, NIST.

k = 1,380 650 4(24) · 10−23 J/K.

Aus der Boltzmann-Konstante berechnet sich die auf ein Mol bezogene Universelle Gaskonstanten R = NA · k mittels der Avogadro-Konstante NA.

1 Ideales Gasgesetz
2 Rolle der Boltzmannkonstante in der statistischen Physik
3 Rolle der Boltzmannkonstante in der Halbleiterphysik
4 Siehe auch
5 Quellen
6 Weblinks

Ideales Gasgesetz

Die Boltzmann-Konstante ist eine der möglichen Proportionalitätskonstanten des idealen Gasgesetzes

p V = N \, k \, T.

Bedeutung der Formelzeichen:

Die Gasgleichung kann auch bezogen auf Normalbedingungen mit der Temperatur T0 und dem Druck p0 mit der Loschmidt-Konstante NL umformuliert werden zu
n = \frac{N}{V} = \frac{1}{k} \frac{p}{T} = N_\mathrm{L} \left(\frac{T_{0}}{p_{0}}\right) \left(\frac{p}{T}\right) .

Die Boltzmannkonstante entspricht dem Quotienten der doppelten mittleren kinetischen Energie eines idealen Gasteilchens in einer Raumdimension und der Temperatur. In 3 Dimensionen gilt für die mittlere kinetische Energie eines (klassischen) punktförmigen Teilchens im thermischen Gleichgewicht:
\langle E_{\rm kin}\rangle =\frac{3}{2} k T

Hat das Teilchen f Freiheitsgrade, gilt folgendes:

\langle E_{\rm kin}\rangle =\frac{f}{2} k T

So hat z.B. ein punktförmiges Teilchen 3 Translationsfreiheitsgrade, ein zweiatomiges Molekül hat zusätzlich 2 Rotationsfreiheitsgrade (durch Rotation entlang der 3. Achse − der Symmetrieachse − kann keine Energie speichern, da das Trägheitsmoment hier vergleichsweise klein ist). Ein Molekül ohne eine solche Symmetrie hat 3 Rotationsfreiheitsgrade, also insgesamt 6. Dazu kommen bei ausreichend hohen Temperaturen noch Schwingungen der Bindungen. So hat z.B. Wasser eine extrem hohe Wärmekapazität durch eine große Zahl solcher Schwingungsfreiheitsgrade.

Rolle der Boltzmannkonstante in der statistischen Physik

Allgemeiner tritt die Boltzmann-Konstante in der Wahrscheinlichkeitsdichte beliebiger Systeme der Statistischen Mechanik im thermischen Gleichgewicht auf: Die thermische Wahrscheinlichkeitsdichte solcher Systeme bei der Thermodynamischen Temperatur T lautet e^{-\frac{H}{k T}}/Z mit einer Normierungskonstanten Z, wobei H die Energiefunktion bezeichnet, also in der Klassischen Physik die Hamilton-Funktion, in der Quantenphysik den Hamilton-Operator. Die Normierungskonstante Z wird auch Zustandssumme genannt. Der Term e^{-\frac{H}{k T}} heißt auch Boltzmann-Faktor.

Rolle der Boltzmannkonstante in der Halbleiterphysik

In Halbleitern besteht eine Abhängigkeit des Stromes durch bzw. der Spannung über einen p-n-Übergang, der mit Hilfe der Temperaturspannung \phi_T oder U_T beschrieben werden kann:

\phi_T = U_T = \frac{k \,T}{e}

Dabei ist T die absolute Temperatur in Kelvin, k die Boltzmannkonstante und e die Elementarladung. Bei Raumtemperatur (T = 300 K) beträgt der Wert der Temperaturspannung ungefähr 25 mV oder 1/40 V. Siehe auch Diode.

Anwendungsbereich:

Siehe auch

Quellen

Weblinks

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