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Geändert: 2007-12-15
Kategorie: Schienenfahrzeug Fahrerloser Transport ÖPNV

Coaster (Personentransportsystem)

Mountain-Coaster

Mountain-Coaster

Der Coaster ist ein Projekt zur Entwicklung eines automatischen Personentransportsystems. Ein Coaster fasst 6 bis 10 Personen und fährt auf einem achterbahnähnlichen Schienensystem. Der Coaster führt die Antriebsenergie in Batterien mit sich und wird nur in den Stationen aufgeladen.

Der Coaster ist als neuartiges, öffentliches Verkehrsmittel konzipiert. Er fährt jedoch nach Bedarf und nicht nach einem Fahrplan.

Der Coaster wird unterteilt in Mountain-Coaster und City-Coaster, der entweder für eher steile Strecken in den Bergen (z.B. Skigebiete) oder für flachere, dafür schnellere Strecken in der Ebene (z.B. Vorstadtgebiete) ausgelegt ist. Der Coaster ist für Kapazitäten von etwa 3000 Personen pro Stunde ausgelegt und erreicht Spitzengeschwindigkeiten von rund 80 km/h.

Der Coaster verbindet die Vorteile des öffentlichen Verkehrs mit den Vorteilen des Individualverkehrs:

  • spontane Benutzung und Verfügbarkeit (ohne Planung des Anwenders und ohne Fahrplan Tag und Nacht verfügbar)
  • subjektiv kontrollierbar (es fährt, wenn es gebraucht wird, auch in verkehrsarmen Nachtzeiten)
  • keine Abstellprobleme bei Nichtgebrauch (Parken)
  • Fahrzeit kann anderweitig genutzt werden
  • bedarfsabhängige Kosten
  • energiesparend und umweltfreundlich

1 Realisierte Anlagen
2 Siehe auch
3 Weblinks

Realisierte Anlagen

Der Coaster auf Probefahrt im verschneiten Arosa

Der Coaster auf Probefahrt im verschneiten Arosa

Bis heute sind noch keine Coaster dieser Art im Einsatz. In Bürserberg (Österreich) gibt es allerdings bereits eine funktionierende Testanlage mit ca. 300 m Länge.

Im schweizerischen Arosa wurde die erste kommerzielle Anlage gebaut. Zur Zeit läuft die Testphase. Ab Mitte 2007 ist der reguläre Betrieb geplant.

In der Schweiz ist außerdem der Bau einer Strecke vom Toggenburg über Werdenberg bis nach Liechtenstein in Planung. Die IG rechnet mit Kosten von rund zwei Millionen Euro pro Streckenkilometer. (Im Vergleich: ein Zugkilometer kostet ca. 20 Millionen Euro.) Die Distanz zwischen den Endpunkten Wattwil und Buchs beträgt 47 Kilometer und die Endkosten würden sich damit auf ca. 100 Mio. Euro belaufen. Nach den Vorstellungen der IG Coaster soll der Bau in vier Jahren beginnen.

Auch Flims-Laax denkt über eine Coaster-Anlage nach, ein Rundkurs von 2,3 Kilometer. Später könnten die Dörfer Flims und Laax mit dem Coaster verbunden werden.

Im autofreien Zermatt wird offen über eine City-Coaster-Anlage diskutiert, die innerorts gebaut werden soll.

Siehe auch

Weblinks

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