Meistens werden beim Kodiervorgang die analogen Signale nicht verlustfrei digitalisiert, sondern es wird eine Dynamikreduktion des analogen Signals sowie eine Datenkompression des digitalen Signals vorgenommen, die je nach Ausmaß und Verfahren zu Qualitätsverlusten bei der Rückwandlung des digitalen Datenstroms in die analogen Signale führt. Bild- und Tonqualität können betroffen sein, aber auch die Kontinuität der Wiedergabe. Damit wird eine Verringerung der für die Übertragung des digitalen Signals notwendigen Bandbreite erreicht, bzw. eine Verringerung der für die Speicherung notwendigen Speicherkapazität.
Häufig tragen Codecs zwar denselben Namen wie das Format, das sie erstellen (zum Beispiel Cinepak, Indeo, HuffYUV), insbesondere für MPEG-Codecs ist dies aber nicht der Fall (Xvid, DivX, x264, LAME). Daher ist es wichtig, zwischen Codecs einerseits und Audio-, Video- und Containerformaten andererseits zu unterscheiden. Bspw. erstellt der bekannte XviD-Codec MPEG-4-Videospuren oder der Lame-Audiocodec MP3-Audiospuren. Diese Spuren können dann gemeinsam in einem Dateicontainer (z. B. AVI) gespeichert werden.
In den internationalen Telefonnetzen wird eine große Zahl unterschiedlicher Codecs verwendet; während die Festnetztelefonie ausschließlich mit den G.711en-Codecs arbeitet, gibt es eine große Vielfalt bei den Mobiltelefon. Viele Kodierverfahren sind von der Internationalen Fernmeldeunion standardisiert worden, unter anderen die von der MPEG ausgearbeiteten Verfahren wie z. B. das Videoformat MPEG-4 AVC auch bekannt als H.264. Um eine Kommunikation zwischen Teilnehmern zu ermöglichen, deren Endgeräte mit unterschiedlichen Codecs arbeiten, ist eine Umsetzung ins jeweils andere Format, eine Transkodierung, erforderlich. Für die Telefonie über das Internet, die IP-Telefonie, stellt es noch eine große technische Hürde dar, alle Verfahren und ihre Transkodierung zu beherrschen.