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Geändert: 2007-12-09
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Kategorie: Codec Abkürzung

Codec

Als Codec (Kunstwort aus engl. coder und decoder) bezeichnet man ein Verfahren bzw. Programm, das Daten oder Signale digital kodiert und dekodiert. Beim direkten Umwandeln von einem Format in ein anderes (bspw. MPEG-2 zu MPEG-4 oder MP3 zu WMA) spricht man auch von Transkodierung.

Meistens werden beim Kodiervorgang die analogen Signale nicht verlustfrei digitalisiert, sondern es wird eine Dynamikreduktion des analogen Signals sowie eine Datenkompression des digitalen Signals vorgenommen, die je nach Ausmaß und Verfahren zu Qualitätsverlusten bei der Rückwandlung des digitalen Datenstroms in die analogen Signale führt. Bild- und Tonqualität können betroffen sein, aber auch die Kontinuität der Wiedergabe. Damit wird eine Verringerung der für die Übertragung des digitalen Signals notwendigen Bandbreite erreicht, bzw. eine Verringerung der für die Speicherung notwendigen Speicherkapazität.

Häufig tragen Codecs zwar denselben Namen wie das Format, das sie erstellen (zum Beispiel Cinepak, Indeo, HuffYUV), insbesondere für MPEG-Codecs ist dies aber nicht der Fall (Xvid, DivX, x264, LAME). Daher ist es wichtig, zwischen Codecs einerseits und Audio-, Video- und Containerformaten andererseits zu unterscheiden. Bspw. erstellt der bekannte XviD-Codec MPEG-4-Videospuren oder der Lame-Audiocodec MP3-Audiospuren. Diese Spuren können dann gemeinsam in einem Dateicontainer (z. B. AVI) gespeichert werden.

In den internationalen Telefonnetzen wird eine große Zahl unterschiedlicher Codecs verwendet; während die Festnetztelefonie ausschließlich mit den G.711en-Codecs arbeitet, gibt es eine große Vielfalt bei den Mobiltelefon. Viele Kodierverfahren sind von der Internationalen Fernmeldeunion standardisiert worden, unter anderen die von der MPEG ausgearbeiteten Verfahren wie z. B. das Videoformat MPEG-4 AVC auch bekannt als H.264. Um eine Kommunikation zwischen Teilnehmern zu ermöglichen, deren Endgeräte mit unterschiedlichen Codecs arbeiten, ist eine Umsetzung ins jeweils andere Format, eine Transkodierung, erforderlich. Für die Telefonie über das Internet, die IP-Telefonie, stellt es noch eine große technische Hürde dar, alle Verfahren und ihre Transkodierung zu beherrschen.

1 Liste gängiger Codecs
2 Siehe auch
3 Weblinks

Liste gängiger Codecs

Einige der aufgelisteten Programme sind genaugenommen keine Codecs, da entweder der Encoder (kodieren/schreiben) oder der Decoder (dekodieren/lesen) fehlen. Sie werden in der Regel aber trotzdem unter dem Begriff Codec subsumiert.

Videocodecs

MPEG-Videocodecs

Andere Codecs und Anbieter

Spezielle HD-Videocodecs

  • HDV 8 Bit. 4:2:0 Farbauflösung. Beschränkung auf 25 Mbps
  • DVCPRO 50 8 Bit. Panasonic
  • DVCPRO HD 8 Bit. niedrige Kompression. Panasonic
  • HDCAM 8 Bit. Sony
  • Intermediate 8 Bit. ohne temporäre Komprimierung. Apple
  • HD-D5 10 Bit. niedrige Kompression. Panasonic
  • HD-D6 8 Bit. unkomprimiert. Thomson
  • D9-HD 8 Bit. JVC
  • ProRes 422 10-Bit 4:2:2 unkomprimiert Apple

Audiocodecs

Sprachcodecs

Codec-Sammlungen

  • libavcodec: Bibliothek mit diversen Audio- und Videocodecs, z. B. für FLAC, MP3, WMA, WMV, MPEG-1/2/4, Huffyuv, DivX
  • Nero Digital: MPEG-4 Part 2 ASP Video-Codec, H.264 Video-Codec, LE-AAC Audio-Codec, HE-AAC Audio-Codec

Siehe auch

Weblinks

aus Wikipedia, der freien enzyklopädie. Weblinks. Diese seite ist unter der GNU Free Documentation License Weblinks.