Geografie
Eisenstadt liegt auf einer zur Wulkaebene abfallenden Terrasse am südlichen Fuße des Leithagebirges.
Klima
Die langjährige mittlere Jahrestemperatur (ermittelt in den Jahren 1961 bis 1990) beträgt 10,4 °C. Der Mittelwert des Jahres 2004 betrug 10,3 °C. Die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge (zwischen 1961 und 1991) beträgt 589 mm.
Geschichte
Funde belegen, dass der Raum Eisenstadt schon in der
Hallstattzeit besiedelt war. Etwas später siedelten sich
Kelten und
Römer an. Zur Zeit der Völkerwanderung besiedelten verschiedene
germanische Völker und die
Hunnen den Raum Eisenstadt. Um 800 zur Zeit Karl des Großen begann die Besiedlung durch die
Bajuwaren. Eisenstadt schien 1118 zum ersten mal als „castrum ferrum“ auf. Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte 1264 als „minor Mortin“ (entsprechend ungarisch „Kismarton“).
1373 kam die Stadt in den Besitz der ungarischen Adelsfamilie Kanizsai. Die Familie ließ die Mauern befestigen und baute eine Wasserburg innerhalb der Mauern. Aus dieser Zeit stammt auch der Name „Eysenstat“ (stark, eisern, daher Eisenstadt). 1388 erhielt Eisenstadt das Marktrecht. 1445 erwarb Herzog Albrecht VI; die Stadt; die folgenden 150 Jahre blieb Eisenstadt unter Habsburgers Verwaltung. Während des Türkenkriege eroberten die Türken 1529 und 1532 bei ihrem Vormarsch auf Wien die Stadt.
| Bevölkerungsentwicklung
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| Datum
| Einwohner
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| 1900
| 7.387
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| 1910
| 7.073
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| 1923
| 6.796
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| 1934
| 8.897
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| 1939
| 9.005
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| Datum
| Einwohner
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| 1951
| 7.568
|
| 1961
| 9.315
|
| 1971
| 10.062
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| 1981
| 10.102
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| 1991
| 10.349
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| 2001
| 11.334
|
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1648 gelangte die Stadt unter die Herrschaft des ungarischen Fürstenhauses Esterházy. Das Fürstengeschlecht wandelte durch rege Bautätigkeit das Bild der Stadt nachhaltig. Am 26. Oktober 1648 wurde Eisenstadt vom römisch-deutschen Kaiser Ferdinand III; zur Freistadt erhoben und bezahlte dafür mit 16.000 Gulden und 3.000 Eimern Wein im Wert von 9.000 Gulden. 1670 siedelte Paul I. Fürst Esterházy in Eisenstadt und sechs umliegenden Orten, den sogannten Siebengemeinden, etwa 3.000 Juden an, die zuvor aus Wien vertrieben worden waren. Samson Wertheimer (1658–1742), der in Wien als Hoffaktor tätig war, wirkte in Eisenstadt als Rabbiner. Mit der Bestellung von Joseph Haydn zum fürstlichen Hofkapellmeister in den 60er Jahren des 18. Jahrhunderts begann hier die Glanzzeit des Kunstlebens. 1809 wurde Eisenstadt während der Koalitionskriege von französischen Truppen besetzt. 1897 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen.
Nach dem Ersten Weltkrieg und Auflösung des Habsburger Vielvölkerstaates fand ein dreijähriges Ringen um die künftige Staatszugehörigkeit des Burgenlandes und somit von Eisenstadt statt. Durch den Friedensvertrag von St. Germain kam das Burgenland 1921 zu Österreich. Das ursprünglich als Landeshauptstadt vorgesehene Ödenburg (ungarisch Sopron) wurde jedoch aufgrund einer Volksabstimmung Ungarn zugeschlagen. Statt Ödenburg wurde daher Eisenstadt am 30. April 1925 zum Sitz der burgenländischen Landesregierung und damit zur Landeshauptstadt.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde Eisenstadt einmal bombardiert, wobei es 40 Todesopfer gab. 1945 nahm die Rote Armee Eisenstadt ein, und die Stadt blieb bis 1955 unter sowjetischer Besatzung. 1960 wurde Eisenstadt Sitz der Diözese Eisenstadt.
Stadtgliederung
Politik
- Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel, ÖVP
Der Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen (Stand 2007):
Wappen
Blasonierung: Das Wappen der Freistadt Eisenstadt zeigt einen roten Schild, aus dessen Fußrand ein silberfarbener, schwarz ausgefugter Quaderturm mit drei sichtbaren Zinnen auf einem sich seitlich etwas verbreiternden Unterbau emporragt. Der Turm weist ein viereckiges schwarzes Fenster mit silberfarbenem Gitter und unter diesem ein schwarzes, offenes, halbrundes Tor auf, das mit einem zur Hälfte herabgelassenen silberfarbenen Fallgatter versichert ist. Auf dem Zinnenkranze des Turmes steht ein schwarzer, rotbezungter und golden bewehrter Adler mit den Insignien F III (Ferdinand III.) auf der Brust. Auf dem Hauptrande des von einer ornamentierten bronzefarbenen Einfassung umgebenen Schildes ruht eine silberfarbene Mauerkrone mit fünf sichtbaren Zinnen.
Wirtschaft
Die 1.089 Unternehmen Eisenstadts beschäftigten per Stichtag 15. Mai 2001 13.581 Mitarbeiter. Acht Unternehmen davon beschäftigten je über 200 Mitarbeiter.
2006: Durch das Auslaufen der EU-Förderungen übersiedeln viele Firmen wieder weg aus Eisenstadt nach Wien oder gar Ungarn.
Städtepartnerschaften
Kultur
Veranstaltungen
- Haydnfestspiele
- EisenSTADTfest, Fest in der historischen Fußgeherzone
- Fest der 1000 Weine, Burgenländische Weinwoche vor der Orangerie im Schlosspark.
Sehenswürdigkeiten
Museen
Sakralbauten
Schlösser und Burgen
Bauwerke
Sport
- SC Eisenstadt
- EV Eisenstadt Raptors
- inlineskating-eisenstadt (Inline-Marathon) ist eine Jährlich stattfindende Sportveranstaltung für Inline-Skater mit wachsender Beliebtheit und internationalem Interesse unter den Rollsportlern.
Söhne und Töchter der Stadt
Ehrenbürger
- Esterházy, Familie
- Joseph Haydn, Musiker
- Johann Michael Haydn, Musiker
- Johann Nepomuk Hummel, Musiker
- Josef Hyrtl (Joseph Hyrtl), Anatom
- Adam & Franz Liszt, Musiker
- Mordecai Mokiach, Prediger
- Robert Musil, Schriftsteller
- Maria Perschy, Filmschauspielerin
- Joseph Weigl, Musiker
- Emanuel Schreiber, Rabbi
- Samson Wertheimer, Rabbi
- Alois Schwarz, ehemaliger Bürgermeister
Weblinks