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| Geändert: 2007-12-08 |
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Kategorie:
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Euklidischer Raum |
Zunächst bezeichnet der Begriff euklidischer Raum den „Raum unserer Anschauung“ wie er in Euklidss Elementen durch Axiome und Postulate beschrieben wird (vgl. Euklidische Geometrie). Bis ins 19. Jahrhundert wurde als selbstverständlich davon ausgegangen, dass dadurch der uns umgebende physikalische Raum beschrieben wird. Der Zusatz „euklidisch“ wurde nötig, nachdem in der Mathematik allgemeinere Raumkonzepte (z. B. hyperbolischer Raumenen, Riemannsche Mannigfaltigkeit) entwickelt wurden und es sich im Rahmen der speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie zeigte, dass zur Beschreibung des Raums in der Physik andere Raumbegriffe benötigt werden ( Minkowski-Raum, Lorentz-Mannigfaltigkeit).
Im Laufe der Zeit wurde Euklids Geometrie auf verschiedene Arten präzisiert und verallgemeinert:
Alle diese Präzisierungen sind gleichwertig.
Wenn vom euklidischen Raum die Rede ist, dann kann jede von diesen gemeint sein, oder auch eine höherdimensionale Verallgemeinerung. Den zweidimensionalen euklidischen Raum nennt man auch euklidische Ebene (Mathematik).
Vom affinen Raum unterscheidet sich der euklidische dadurch, dass man Längen und Winkel messen kann und demzufolge die Abbildungenen auszeichnet, die Längen und Winkel erhalten. Diese nennt man traditionell Kongruenzabbildungenen, andere Bezeichnungen sind Bewegung und Isometrien.
Vom hyperbolischen Raum unterscheidet er sich dadurch, dass das Parallelenaxiom gilt.
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Euklidische Vektorräume
Vom euklidischen Anschauungsraum zum euklidischen Vektorraum
In der analytischen Geometrie ordnet man dem Euklidischen Raum einen Vektorraumen zu. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist, die Menge der Parallelverschiebung (Translationen) zu nehmen, versehen mit der Hintereinanderausführung als Addition. Jede Verschiebung lässt sich durch einen Pfeil beschreiben, der einen Punkt mit seinem Bildpunkt verbindet. Dabei beschreiben zwei Pfeile, die parallel sind und die gleiche Länge haben, dieselbe Verschiebung. Man nennt zwei solche Pfeile äquivalent und nennt die Äquivalenzklasseenn Vektor. Nun kann man auch die Längen- und Winkelmessung aus dem Euklidischen Raum auf Vektoren übertragen als Länge der zugehörigen Pfeile und Winkel zwischen solchen. Auf diese Art erhält man einen Vektorraum mit Skalarprodukt.
Das Skalarprodukt ist dadurch charakterisiert, dass das Produkt eines Vektors mit sich selbst das Quadrat seiner Länge ergibt.
Aus den Rechengesetzen für Skalarprodukte, den binomischen Formeln und dem Kosinussatz (angewandt auf ein Dreieck, dessen Seiten den Vektoren , und entsprechen) ergibt sich die Formel
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Hierbei bezeichnet den Winkel zwischen den Vektoren und .
Davon ausgehend nennt man jeden reellen Vektorraum mit Skalarprodukt einen euklidischen Vektorraum. Man benutzt dann obige Formel um Länge (euklidische Norm) eines Vektors und Winkel zwischen Vektoren zu definieren. Zwei Vektoren sind dann orthogonal, wenn ihr Skalarprodukt null ergibt. Jeder drei-dimensionale euklidische Vektorraum ist isometrisch isomorph zum Vektorraum der Pfeilklassen und ebenso zum Koordinatenvektorraum (siehe unten). Als euklidische Vektorräume sind diese also nicht unterscheidbar. Dies berechtigt einen, jeden solchen als den euklidischen Vektorraum zu bezeichnen.
Wählt man im Euklidischen Raum einen Punkt als Bezugspunkt (Ursprung) aus, so kann man jedem Punkt seinen Ortsvektor zuordnen, den Vektor, der durch einen Pfeil vom Ursprung zum Punkt dargestellt wird.
Auf diese Art bekommt man eine Eins-zu-eins-Beziehung zwischen dem Euklidischen Raum und dem zugehörigen euklidischen Vektorraum und kann so den ursprünglichen Euklidischen Raum mit dem euklidischen Vektorraum identifizieren. Diese Identifizierung ist aber nicht kanonisch, sondern hängt von der Wahl des Ursprungs ab.
Orthonormalbasen
Sobald man einen reellen Vektorraum mit einem Skalarprodukt versehen hat, kann man die metrischen Begriffe des Euklidischen Anschauungsraums auf diesen übertragen. Die Länge (Norm) eines Vektors
ist dann die Wurzel aus dem Skalarprodukts des Vektors mit sich selbst:
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Zwei Vektoren sind orthogonal, wenn ihr Skalarprodukt null ist:
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Den (nichtorientierten) Winkel zwischen zwei Vektoren definiert man mittels der obigen Formel
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also
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