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Geändert: 2007-12-17
Kategorie: Universität in Deutschland Hochschule in Nordrhein-Westfalen Hagen

FernUniversität in Hagen

IZ und AVZ

IZ und AVZ

Die FernUniversität in Hagen ist die einzige staatliche Fernuniversität in Deutschland. Ihr Sitz befindet sich in Hagen in Nordrhein-Westfalen. Nach eigenen Angaben ist sie, unter Berücksichtigung von Akademie- und Weiterbildungsstudierenden, die größte deutsche Universität.

Die Abschlüsse der FernUniversität sind reguläre Hochschulabschlüsse. Sie verleiht Bachelor-, Master- und Diplom-Titel. Alle Fakultäten der Universität besitzen das Promotions-srechtsrecht und Habilitation. Außerdem bietet die FernUniversität in Hagen Teilstudien für die berufliche oder persönliche Weiterbildung.

1 Geschichte
2 Lage
3 Fakultäten
4 Studienzentren
5 Zulassungsvoraussetzungen und Studienformen
6 Studieninhalte und Leistungsnachweise
7 Vor- und Nachteile des Fernstudiums
8 Wer studiert an der FernUniversität in Hagen?
9 Studienabbruchquote
10 Ranking
11 Gebühren
12 Ehrendoktoren der FernUniversität in Hagen
13 Bekannte Studenten und Absolventen
14 Siehe auch
15 Einzelnachweise
16 Weblinks

Geschichte

AVZ Gebäude

AVZ Gebäude

Die FernUniversität in Hagen wird 1974 als Universität und Gesamthochschule des Landes NRW gegründet und nimmt 1975 den Studienbetrieb in drei Fachbereichen mit 1.330 Studierenden auf. Im Jahr 1979 wird die rechtswissenschaftliche Fakultät gegründet.

Der Fakultät Wirtschaftswissenschaft wird 1999 eine Professur durch die Douglas Holding AG gestiftet und im Jahr 2000 wird eine zweite BWL-Professur vom Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverband und der Sparkasse Hagen gestiftet.

Mit 59.240 Studentinnen und Studenten sind im Jahr 2002 mehr Studierende an der FernUniversität in Hagen eingeschrieben als jemals zuvor. Im Jahr 2003 entfällt der Status als Gesamthochschule.

Von 2002 bis 2004 hat die FernUniversität 16.287 Studierende verloren (ca. 28 %). Hauptgrund hierfür ist die Einführung von Zweitstudiengebühren. Die Studentenzahl liegt 2004 noch bei 42.853 Studierenden.

Die Fachbereiche Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik und Mathematik fusionieren im Jahr 2006 am 1. April zur Fakultät für Mathematik und Informatik.

Im Jahr 2006 erhält die Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften eine Stiftungsprofessur von der Ernsting’s family GmbH & Co KG. und der rechtswissenschaftlichen Fakultät wird eine Professur durch einen Förderverein von Patentanwälten gestiftet.

Die FernUniversität verzichtet als einzige Universität NRWs bis 2009 auf die Einführung von Studiengebühren nach dem Hochschulfinanzierungsgerechtigkeitsgesetz.

Die Universität in Hagen hat derzeit ca. 49.000 eingeschriebene Studierende. Hiervon sind ca. 37.200 ordentliche und mehr als 11.000 Akademie- und Weiterbildungsstudierende. Zirka 80 % der Studierenden sind berufstätig, ungefähr 32 % sind bereits fertig ausgebildete Akademiker, die an der FernUniversität ein Zweitstudium absolvieren.

Lage

Universitätsbibliothek

Universitätsbibliothek

Das Hauptgelände der FernUniversität befindet sich an der Universitätsstraße in Hagen. Dort sind die juristische Fakultät sowie große Teile der Fakultäten für Kultur- und Sozialwissenschaften, Mathematik und Informatik sowie Wirtschaftswissenschaft untergebracht.

Auch die Mensa, das Rektorat, die Universitätsbibliothek, das Zentrum für Medien und IT, das zentrale Service-Center für Studierende sowie Teile der Verwaltung befinden sich auf dem Campusgelände.

Weitere Lehrstühle und Institute sowie Teile der Verwaltung sind über das gesamte Stadtgebiet von Hagen verteilt.

Fakultäten

Philipp-Reis-Gebäude

Philipp-Reis-Gebäude

Das Informatikzentrum (IZ) der FernUniversität

Das Informatikzentrum (IZ) der FernUniversität

An der Fernuniversität in Hagen gibt es vier Fakuläten:
  • Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften: ca. 12.300 Studierende
  • Fakultät für Mathematik und Informatik: ca. 9.350 Studierende
  • Fakultät für Wirtschaftswissenschaft: ca. 21.150 Studierende
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät: ca. 6.400 Studierende

Studienzentren

Studienzentren sind Außenstellen der FernUniversität in Hagen, die über ganz Deutschland und teilweise im Ausland verteilt sind. Die Studierenden haben so die Möglichkeit, in der Nähe ihres Wohnortes Lehr- und Klausurvorbereitungsveranstaltungen zu besuchen, notwendige Literatur einzusehen, Kontakte zu Kommilitonen zu knüpfen und Fragen mit Mitarbeitern der FernUniversität vor Ort zu klären. Zurzeit existieren folgende Studienzentren in Deutschland:

Die Unterlagen der FernUniversität werden weltweit versandt, so dass ein Studium auch aus dem Ausland betrieben werden kann. Studienzentren zur Unterstützung des Auslandsstudiums befinden sich in:

Zulassungsvoraussetzungen und Studienformen

Für die Zulassung zu einem ordentlichen Studium an der FernUniversität ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife, z. B. das Abitur oder die Matura, erforderlich. Studieninteressenten ohne Hochschulreife können ein Akademiestudium beginnen. Die dabei erworbenen Studienleistungen können nach dem Bestehen einer Einstufungsprüfung auf den betreffenden Studiengang angerechnet werden.

An der FernUniversität gibt es, außer beim Studiengang 'Bachelor of Laws (LL.B)' des Fachbereichs Rechtswissenschaften, keinen Numerus Clausus.

  • Schüler: Diese können sich ohne Hochschulzugangsberechtigung als Akademiestudierende einschreiben und so bereits vorzeitig Studienleistungen erbringen. Mit Gutachten und Empfehlung ihrer Schule und ihrer Professoren können hochbegabte Schüler auch als Jungstudierende für reguläre Studiengänge zugelassen werden.

An der FernUniversität in Hagen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die angebotenen Kurse zu belegen. Die wichtigsten Formen sind im Folgenden aufgelistet:

  • Vollzeitstudierende: Sie sind üblicherweise nicht oder nur studentisch berufstätig, unterliegen in dieser Tätigkeit üblicherweise nicht der Sozialversicherungspflicht und können sich u.a. studentisch krankenversichern. Vollzeitstudenten sind als einzige Gruppe, unter gewissen Voraussetzungen, BAföG-berechtigt.

  • Teilzeitstudierende: Teilzeitstudierende sind üblicherweise nebenbei berufstätig. Anders als Vollzeitstudierende fallen sie in der Regel nicht unter die studentische Krankenversicherung. Die FernUniversität schätzt, dass ein Teilzeitstudierender etwa die Hälfte der Kursanzahl eines Vollzeitstudierenden pro Semester belegen kann, wodurch sich seine Regelstudienzeit praktisch verdoppelt.
Akademiestudierende: Akademiestudierende müssen nicht über die formalen Zugangsvoraussetzungen für ein Studium verfügen. Sie können aus dem gesamten grundständigen Kursangebot der FernUniversität (ca. 1400 Kurse) frei auswählen und studieren diese außerhalb der Prüfungsordnungen. Das Akademiestudium ermöglicht es, sich außerhalb eines regulären Studiums auf wissenschaftlichem Niveau fortzubilden. Je nach Fachbereich ist es möglich, sich Teile des Akademiestudiums für ein ordentliches Studium als erbrachte Prüfungsleistungen anerkennen zu lassen.

Studieninhalte und Leistungsnachweise

Die Vermittlung der Studieninhalte erfolgt durch schriftliche Kurseinheiten, durch sogenannte Einsendearbeiten, durch Seminare und Praktika. Prüfungen werden in Form von mündlichen und schriftlichen Leistungen erbracht.

  • Kurseinheiten (offiziell: Studienbriefe): Die Kurseinheiten werden von der FernUniversität an die eingeschriebenen Studenten versandt. Der Zustellungsrhythmus ist je nach Fachbereich unterschiedlich und liegt zwischen vierzehn Tagen und ein bis zweimal pro Semester. Je nach Fachbereich haben die Kurseinheiten einen Umfang von ca. 30-80 Seiten (Mathematik, Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Wirtschaftswissenschaften), bis hin zu gut 200 Seiten (Rechtswissenschaft). Für Rückfragen stehen Mentoren in den Studienzentren und Kursbetreuer an der FernUniversität zur Verfügung.

  • Einsendearbeiten: Mit den Kurseinheiten erhalten die Studenten Einsendeaufgaben, die bis zu einem vorgegebenen Termin bearbeitet und zurückgesandt werden müssen. Für die Zulassung zu einer Abschlussklausur muss ein bestimmtes Quorum an Einsendearbeiten bestanden werden. Für einige Kurse stehen internetbasierte Rückgabemöglichkeiten für die zugehörigen Einsendearbeiten zur Verfügung.

  • Seminare: Die meisten Seminare bestehen aus einer Heimarbeitsphase, in der der Student zu Hause eine Seminararbeit zu verfassen hat. Hinzu kommt eine Präsenzphase, in der der Student die Ergebnisse seiner Arbeit in einem Seminarvortrag den Mitstudierenden und Betreuern präsentiert und mit diesen über seine Resultate diskutiert. Die Präsenzphase dauert in der Regel zwei bis drei Tage. Teilweise sind die Ergebnisse der Heimarbeitsphase in Gruppenvorträgen zusammengefasst vorzustellen. Es gibt auch virtuelle Seminare, bei denen Vortrag und Diskussion im Rahmen von Newsgroups oder anderen Onlinekanälen erfolgt.

  • Praktika: An der Fakultät für Mathematik und Informatik gibt die unten aufgeführten Formen von Praktika. Organisierte Praktika an den anderen Fakultäten sind eher unüblich.
    • Industriepraktika: Diese werden in Unternehmen abgeleistet. Das Präfix 'Industrie' soll dabei darauf hindeuten, dass dort praktische Arbeit im Gegensatz zur Forschungstätigkeit an einer Universität geleistet wird. Industriepraktika können zum Teil durch Berufserfahrung vor Studienbeginn ersetzt werden.
    • Heimpraktika: Heimpraktika werden von den Studenten zu Hause absolviert. So gibt es im Studiengang Informatik auf Diplom II ein Hardwarepraktikum, für das die Studenten von der FernUniversität die notwendigen programmierbaren Mikrocontroller mit Zubehör zur Verfügung gestellt bekommen. Die Form des Praktikums kann auch in der Art erfolgen, dass dem Studenten ein kleines Versuchslabor nach Hause geschickt wird. Heimpraktika können auch in Form von virtuellen Praktika (siehe unten) abgeleistet werden.
    • Präsenzpraktika: Bei Präsenzpraktika werden während einen gewissen Zeitraums in Übungsräumen der FernUniversität praktische Erfahrungen gesammelt.
    • Virtuelle Praktika : Praktika können auch über das Internet abgewickelt werden. Diese Praktika bieten sich insbesondere für Programmiertätigkeiten bei Informatik-Studiengängen an. Häufig wird dabei optional die Möglichkeit einer Präsenzphase am Ende des Praktikums eingeräumt, sollten die Ziele während der virtuellen Phase nicht erreicht werden.

  • Prüfungen
    • Schriftliche Prüfungen: Je nach Studierendenzahl werden schriftliche Prüfungen zeitgleich an mehreren Orten geschrieben. Die FernUniversität mietet dazu Hörsäle in verschiedenen deutschen Städten an. Unter qualifizierter Aufsicht können die Prüfungen auch im Ausland an Botschaftenenen sowie Goethe-Institut und in Strafanstalten geschrieben werden. Behinderte Studierende haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit Prüfungen unter Aufsicht Zuhause abzulegen.
    • Mündliche Prüfungen: In einigen Studiengängen ist ein Teil der Prüfungsleistungen in Form von mündlichen Prüfungen zu erbringen. Diese sind in der Regel vor Ort in Hagen, abzulegen. Als Besonderheit der FernUniversität gibt es die Möglichkeit, mündliche Prüfungen per Videokonferenz in einem Studienzentrum oder einer Botschaft durchzuführen. Die Möglichkeit zur virtuellen Prüfung hängt jedoch vom Fachbereich und Prüfer ab und ist mit gesonderten Prüfungsgebühren verbunden.

Vor- und Nachteile des Fernstudiums

Vorteile:
  • Das Fernstudium erlaubt es, die Präsenz an der Universität minimal zu halten. Daher wird dieses Angebot vor allem von berufstätigen Studierenden genutzt. Vier Fünftel der Studierenden sind berufstätig. Über ein Viertel der Studierenden hat bereits mindestens ein Studium erfolgreich abgeschlossen.
  • Die Möglichkeit, Ort und Zeit des Studiums (innerhalb gewisser Grenzen, z.B. dem 14-täglichen Einsendeaufgabenrhythmus) eigenständig wählen zu können.
  • Gedrucktes Studienmaterial ersetzt die an konventionellen Universitäten üblichen Vorlesungen bzw. Vorlesungsmitschriften.
  • Die umfassende Nutzung des Internets.
  • Eine serviceorientierte Universitätsbibliothek, die Bücher und Artikel auf Wunsch per Post nach Hause verschickt.
  • Möglichkeit zum berufbegleitenden Studium.
  • Über 60 Studienzentren, die eine wohnortnahe Betreuung bieten.

Nachteile:
  • Die vergleichsweise lange Studienzeit. Die Studienzeit berufstätiger Studenten kann sich gegenüber einem konventionellen Studium leicht verdoppeln oder sogar noch mehr verlängern. Die Kombination von Berufstätigkeit und Studium über mehrere Jahre erfordert Durchhaltevermögen des Studierenden und Verständnis seitens des Partners und der Familie sowie des Arbeitgebers aber auch des Freundeskreises.
  • Die relativ hohe Quote von Studienabbrechern (vgl. dazu unten den Abschnitt 'Abbrecherquote').
  • Die geringeren persönlichen Kontakte zwischen den Studierenden. Durch die vergleichsweise geringe Studentenkultur in Form von Studentenvereinen, Studentenverbindungen oder im Umfeld einer Universität angebotenen (außeruniversitären) Veranstaltungen, ist der Aufbau persönlicher Freundschaften und Kontakte zwischen den Studierenden im Vergleich zu konventionellen Universitäten erheblich stärker von der Eigeninitiative des Einzelnen abhängig. Da die Bildung von Netzwerken oft als ebenso wichtig angesehen wird, wie die Vermittlung des Lernstoffs, kann dieser Aspekt als Nachteil des Fernstudiums genannt werden.

Wer studiert an der FernUniversität in Hagen?

Das Studienangebot an der FernUniversität erscheint besonders für die nachfolgend genannten Gruppen attraktiv. Ein Großteil der Hagener Studenten kann daher auch einer dieser Gruppen zugeordnet werden:

  • Berufstätige: Berufstätige haben die Möglichkeit, sich neben ihrem Beruf akademisch zu bilden. Die Gruppe der Berufstätigen bildet die größte Gruppe innerhalb der Studentenschaft.
  • Eltern: Das Studium an der FernUniversität ermöglicht eine besonders flexible Vereinbarkeit von Studium und Kindererziehung.
  • Bachelorabsolventen: Absolventen mit dem akademischen Grad eines Bachelors streben einen höherqualifizierenden Masterabschluss an, wollen oder können aufgrund ihrer persönlichen Lebenssituation aber nicht wieder an eine Präsenzuniversität zurückkehren.
  • Fachfremde Absolventen: Der größte Anteil dieser Gruppe besteht aus Absolventen technischer Disziplinen, die einen zusätzlichen betriebswirtschaftlichen Abschluss anstreben.
  • Fachhochschulabsolventen: Absolventen, die ihr Fachhochschuldiplom um ein Universitätsdiplom oder einen universitären Master der gleichen Fachrichtung erweitern wollen.
  • Im Ausland lebende Studierende: Hierzu zählen Auslandsdeutsche, Auswanderer und Staatsbürger anderer Nationen, die ein deutsches Hochschulstudium absolvieren möchten. Der Anteil der im Ausland studierenden Studenten der FernUni beträgt ca. 5 %.
  • Grundwehr- und Zivildienstleistende: Bereits während der Dienstzeit wird ein Studium aufgenommen, das im Regelfall nach einigen Semestern an einer konventionellen Universität fortgesetzt wird.
  • hochbegabte Schülerinnen und Schüler: Besonders befähigte Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit sich ohne Hochschulreife einzuschreiben und so frühzeitig einen Hochschulabschluss zu erlangen.
  • Inhaftierte Studierende: Für Inhaftierte ist die FernUniversität im Regelfall die einzige Möglichkeit zur akademischen Bildung.

Studienabbruchquote

Im ersten Studienjahr liegt die Abbrecherquote an der FernUniversität bei etwa 50 Prozent. In den Folgejahren ist die Quote jedoch deutlich niedriger, auch im Vergleich zu Präsenzuniversitäten. Diese hohe Abbruchquote wird verschieden begründet:

  • Unterschätzen der hohen Doppelbelastung durch Studium, Beruf und Familie
  • Unterschätzen der völlig anderen Studiensituation, verglichen mit einer Präsenzuniversität
  • Wechsel an eine Präsenzuniversität nach dem Vordiplom oder der Wehr- bzw. Zivildienstzeit
  • Geringer persönlicher Kontakt zu anderen Studierenden kann zu der Ansicht führen, mit Problemen alleine dazustehen
  • Der Abbruch bei Problemen fällt leichter, da häufig eine bereits beruflich gesicherte Lebenssituation vorliegt
  • Verlassen der Universität nach Erreichen des individuellen Bildungsziels oder bestimmter Kurszertifikate
  • Versuchsweises Einschreiben

Die ab 2002 beginnende Planung zur Einführung von Zweitstudiengebühren in NRW führte darüber hinaus dazu, dass viele der hiervon betroffenen Studenten ihr Studium vorzeitig abbrachen. Da an der FernUniversität traditionell viele von Zweitstudiengebühren betroffene Akademiker studieren, lag die hervorgerufene Abbrecherquote auch deutlich über der Quote anderer Universitäten in NRW.

Ranking

Die besondere Stellung der FernUniversität führt dazu, dass sie in den üblichen Universitäts-Rankings kaum vertreten ist. Lediglich das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) bezog im Jahr 2005 die Fächer Soziologie, BWL und VWL der FernUniversität in ihr Ranking mit ein. Die Soziologie erreicht dabei, bezogen auf die Zahl der Forschenden, einen Platz in der Spitzengruppe der deutschen Universitäten. Die BWL liegt mit ihren Drittmitteln und der Zahl der Veröffentlichungen ebenfalls in der Spitzengruppe, bei der Zahl der Promotionen allerdings in der Schlussgruppe. Die VWL wurde im Mittelfeld vergleichbarer Studiengänge eingeordnet.

Gebühren

Pro Kurs ist, je nach den veranschlagten Semesterwochenstunden, eine Materialgebühr zu zahlen. Die jeweiligen Gebühren sind abhängig vom Hörerstatus. Für ordentlich eingeschriebene Studierende beträgt die Gebühr pro Semesterwochenstunde z. Zt. 20 €.

Zusätzlich ist ein Studierendenschaftsbeitrag von 11 € pro Semester zu leisten. Ein Studentenwerkbeitrag ist nicht fällig, da Fernstudenten die Leistungen der Studentenwerke (Wohnheime, Semesterticket etc.) typischerweise nicht benötigen.

Als einzige Universität in NRW hat die FernUniversität beschlossen, bis zum Jahr 2009 keine Studiengebühren gemäß Hochschulfinanzierungsgerechtigkeitsgesetz einzuführen Mitteilung über Studiengebühren auf fernuni-hagen.de Weblinks. Von diesem Entschluss profitieren insbesondere die Studierenden, die an der FernUniversität ein Zweitstudium absolvieren, da die bis zum Wintersemester 2006 geltende Zweitstudiengebühr gemäß Studienkonten- und -finanzierungsgesetz wegfällt und keine allgemeine Studiengebühr erhoben wird.

Ebenfalls sind Strafgebühren für das Nichterscheinen bei Klausuren zu zahlen, falls nicht rechtzeitig eine Abmeldung erfolgte.

Ehrendoktoren der FernUniversität in Hagen

Bekannte Studenten und Absolventen

Gebäude des Informatikzentrums (IZ)

Gebäude des Informatikzentrums (IZ)

Siehe auch

Einzelnachweise

Weblinks

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