Leben
Von Wright studierte an den Universitäten
Helsinki und
Cambridge Philosophie. Sein akademischer Lehrer in Finnland war Eino Kaila (1890-1958), der als führender Vertreter des Logischen Empirismus in Finnland gilt. Kaila hatte persönlich an den Treffen des
Wiener Kreises teilgenommen und die neue metaphysikskeptische Richtung in die finnische Philosophie eingeführt. Von Wrights wissenschaftlicher Sozialisation fällt in die Blütezeit des Logischen Empirismus, dessen dogmatische Erstarrungen im Zuge interner Entwicklungen der analytischen Philosophie mit Beginn der 50er Jahre erfolgreich überwunden wurden – nicht zuletzt durch Wrights eigene Beiträge. Zunächst begann Wright seine akademische Lehrtätigkeit in Helsinki, wo er als Professor für Philosophie lehrte. Im Anschluss übernahm er den Lehrstuhl seines Freundes
Ludwig Wittgenstein in Cambridge. Danach lehrte er an der
Cornell University.
Bahnbrechend war sein Aufsatz 'Deontic Logic' (deutsch Deontische Logik) aus dem Jahre 1951, mit dem von Wright zum Begründer der modernen Normenlogik wurde, die er aus den Grundsätzen der Modallogikn zu entwickeln versuchte. In späteren Jahren hatte sich Wright insbesondere mit Fragen der Handlungstheorie und der sogenannten 'Erklären-Verstehen-Kontroverse' beschäftigt. Außerdem war Wright der Mitherausgeber der Nachlasswerke Ludwig Wittgensteins und galt als einer der wichtigsten Wittgenstein-Philologe.
Werke von Wrights (Auswahl)
- 'Deontic Logic', in Mind (60) 1951.
- 'The Varieties of Goodness', London 1963.
- 'Norm and Action', London 1963.
- 'Explanation and Understanding', New York 1971 (deutsch 1974)
- 'Handlung, Norm und Intention', Berlin 1976.
- 'Wittgenstein', Oxford 1982 (deutsch Frankfurt am Main 1986).
- 'A Portrait of Wittgenstein as a Young Man', Oxford 1990.
Weblinks