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Geändert: 2007-12-17
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fiJugoslavian kansanarmeija
frArmée populaire yougoslave
noDen jugoslaviske folkehæren
svJNA
Kategorie: Militär nach Staat Jugoslawien Militär (Europa)

Jugoslawische Volksarmee

offizielle Flagge der JNA

offizielle Flagge der JNA

Die Jugoslawische Volksarmee (JNA, bosn/kroat/serb Jugoslovenska Narodna Armija bzw. Југословенска народна армија; slow Jugoslovanska ljudska armada, abwertend kroat. auch Jugovojska) (bis 1951: Jugoslawische Armee) wurde im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges zwischen 1941 und 1945 als bewaffneter Teil des antifaschistischen Widerstands unter Führung der Kommunistischen Partei Jugoslawiens gegründet. Nach dem Krieg wurde sie zu einer regulären Armee mit starker kommunistischer Prägung umgebildet (so waren 1990 96 Prozent der Offiziere und etwa die Hälfte aller zivilen Angestellten Mitglieder des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens). Obwohl die noch während der Gründungsphase nach sowjetischem Muster eingeführten Politkommissare bereits 1953 wieder abgeschafft wurden, blieb die politische Arbeit in der JNA außerordentlich intensiv.

Die JNA hatte noch in den 1980er Jahren eine Stärke von 240.000 Soldaten (Heer 190.000, Luftwaffe 37.000, Marine 13.000). Dazu kamen 500.000 Reservisten, ca. 1 Million Angehörige der 'Territorialverteidigung' (TO) und ca. 2 Millionen der 'zivilen Verteidigung'. Die Wehrpflicht betrug 15 Monate. Ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung existierte nicht.

Zu Beginn der 1990er Jahre war die JNA nominell die viertstärkste Armee der Welt.

1 Aufbau und Struktur
2 Statistik
3 Fliegerhorste
4 Weblinks

Aufbau und Struktur

inoffizielle Variante der Flagge der JNA (serb. <em>'Für die Freiheit und Unabhängigkeit des sozialistischen Vaterlandes'</em>);

inoffizielle Variante der Flagge der JNA (serb. 'Für die Freiheit und Unabhängigkeit des sozialistischen Vaterlandes');

Die Struktur der JNA wurde nach dem beginnenden Zerfall der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ)in den Jahren 1991, 1992 und 1993 jeweils einschneidend verändert. Nach der letzten Änderung wurde die JNA in drei Millitärdistrikte (1., 3. und 5. Armee) und einen Militärdistrikt der Marine unterteilt. Die Luftwaffe besaß eigene Hauptquartiere mit der selben Kommandostruktur. Jeder Militärdistrikt (MD) war für die Truppen in der jeweiligen geografischen Region verantwortlich.

Der Aufbau der Jugoslawischen Volksarmee zur Zeit der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien:

1. Armee

Belgrad unterteilt in

  • 4. Korps mit Hauptquartier in Sarajevo
  • 5. Korps mit Hauptquartier in Banja Luka
  • 12. Korps mit Hauptquartier in Novi Sad
  • 17. Korps mit Hauptquartier in Tuzla
  • 24. Korps mit Hauptquartier in Kragujevac und
  • 37. Korps mit Hauptquartier in Užice

3. Armee

Skopje unterteilt in

5. Armee

Zagreb unterteilt in

  • 10. Korps mit Hauptquartier in Zagreb
  • 13. Korps mit Hauptquartier in Rijeka
  • 14. Korps mit Hauptquartier in Ljubljana
  • 31. Korps mit Hauptquartier in Maribor und
  • 32. Korps mit Hauptquartier in Varaždin

Die Marine hatte ihr Hauptquartier in Split und das Hauptquartier der Luftwaffe befand sich in Zemun nahe Belgrad.

Am 1. März 2002 wurde die JNA umstrukturiert. An Stelle der bisherigen drei Militärdistrikte/Armeen bestehen nun neun Korps. Die 3. Sonderdivision (serb. Treći odred za specijalne namene), die so genannte Kosovo-Metohija-Division, wurde nicht aufgelöst, sondern neu organisiert und von der 3. Armee auf das Gebiet der ehemaligen 1. Armee verlegt.

Statistik

G-4 SOKO Super Galeb, 1991

G-4 SOKO Super Galeb, 1991

Nach der letzten offiziellen Erhebung 1991 zählte die JVA zu Beginn des Kroatien-Kriegs:

  • ca. 150.000 - 180.000 Soldaten (70.000 Berufsoffiziere und -unteroffiziere sowie 100.000 wehrpflichtige Rekruten)
Heer Luftwaffe Transportflugzeuge Marine
  • 5 U-Boote
  • 4 Fregatten
  • 15 mit Raketen ausgerüstete Schiffe und weitere 60 verschiedene Schiffe
  • ca. 250.000 bis 300.000 t Munition

Die Rüstungsindustrie Jugoslawiens umfasste 56 Fabriken mit 8.000 Wissenschaftlern und 72.000 Arbeitern. Weitere 100.000 arbeiteten in Zulieferfirmen. Etwa 60 Prozent der Produktion lag in Bosnien und Herzegowina.

Fliegerhorste

Weblinks

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