Zwei wichtige Anwendungen
Das
Prinzip der kommunizierenden Gefäße ist auf verschiedene Art nutzbar, etwa bei speziellen
Messgeräten wie der
Schlauchwaage, mit der man Höhenunterschiede auf Bruchteile von Millimetern messen kann. Bei dem
Heber, einer Form von Saugpumpe, wird der Flüssigkeitstransfer erst beim Gleichstand der beiden Flüssigkeitsspiegel gestoppt.
Niveaufläche und Messgenauigkeit
Exakter ausgedrückt, fällt der kommunizierende
Flüssigkeitsspiegel mit einer Niveau- oder
Äquipotentialfläche zusammen, entlang welcher das
Schwerepotential konstant ist.
Für genaue Höhenmessungen müssen allerdings einige störende Effekte vermieden werden. Zu ihnen gehören vor allem Schwingungstanden des Systems, die den Pegel an beiden Enden hin- und her schwanken lassen. Auch kleine Differenzen im Luftdruck (Wind!) oder in der Temperaturn können sich je nach Bauart und Länge der Röhre merklich auswirken. Bei sehr dünnen Rohren oder Schläuchen macht sich der Kapillareffekt bemerkbar.
Wenn man all diese Effekte durch kontrollierte Bedingungen genau erfasst oder vermeidet, kann man mit Präzisions-Schlauchwaagen über hunderte Meter Höhenunterschiede auf 0,01 mm messen. Auf diese Art lässt sich z.B. das Höhennetz auf beiden Seiten eines breiten Flusses genauer vergleichen, als es mit optischen Messungen durch die feuchte Luft möglich wäre.
Siehe auch
- Hydrostatik, Messtechnik, Nivellement, Vermessung, Geotechnik
- Brunnen, Kanal, Strömung, Wasserhöhe, Wasserstand, Düker, Olszewski-Rohr
Weblinks