MerkmaleGeschichte des Genres-->Subgenres des KriminalfilmsPolizeifilmIm Mittelpunkt des Polizeifilms steht die Arbeit der Polizei und die Verfolgung der Täter. Als Protagonisten tauchen einzelne oder mehrere Ermittler auf. Eine große Zahl von Polizeifilmen entstand ab der Mitte der 1940er Jahren in den USA. Diese Filme gaben eine Authentizität der gezeigten Fälle und der Polizeiarbeit vor und sind dem Genre des Film noir zuzuordnen. So begannen sie zumeist mit einem Einleitungstext, der die folgende Handlung als Wiedergabe einer tatsächlichen Ermittlung ausgab. Die Reihe von Kinofilmen wurde in den 1950er Jahren in amerikanischen Fernsehserien wie Dragnet oder Dezernat M fortgesetzt. In Deutschland folgte später die erfolgreiche Fernsehreihe Stahlnetz, mit Filmen wie beispielsweise Das Haus an der Stör, die die Vorgabe der Authentizität amerikanischer Vorbilder übernahm. Dazu gehören auch die in Hamburg angesiedelten SerienHafenpolizei und Polizeifunk ruft. Folgende deutsche Serien wie Tatort oder Der Alte verwarfen diese Inszenierungstechnik wieder.In einigen Filmen vermischen sich das Polizei- und das Gangsterthema stärker als in reinen Polizeifilmen. Hier spielen Korruption und Fehler im Polizei- und Justizapparat eine übergeordnete Rolle. Übergänge etwa zum Gefängnisfilm und im Einzelfall auch zum politischen Film sind fließend. Eine Unterform des Polizeifilms ist der Detektivfilm, in dem die ermittelnden Personen in der Regel Detektive sind und keine Polizisten. Filmbeispiele:
Gangsterfilm![]() Bonnie Parker diente als Vorlage zum Film The Bonnie Parker Story Das Genre des Gangsterfilms ist ein weites Feld, in dem der so genannte classic circle, der die Filme Der kleine Caesar, Der öffentliche Feind und Scarface beinhaltet, jedoch als Kernelement verstanden wird. Darin wurden eine Reihe von thematischen, ikonographischen und ideologischen Standards gesetzt, die für sich bereits als „Genremerkmale“ verstanden werden könnten. Um die über 75-jährige Geschichte des Gangsterfilms aber voll erfassen zu können, dürfen diese Standards nur noch als Referenzpunkt gesehen werden, von dem aus zahlreiche Variationen entstanden sind. vgl. Mason, S. XIVf. Als Untergenres des Gangsterfilms werden häufig der Heist-Movie und der Serienkillerfilm angesehen. Siehe Hauptartikel: Gangsterfilm Gerichtsfilm, Pathologie und sonstige BegleitwissenschaftenDer Gerichtsfilm beschäftigt sich mit der juristischen Auseinandersetzung mit einem zuvor begangenen Verbrechen. Nicht selten ist das Verbrechen an sich auch Bestandteil der Handlung. Das gerichtliche Prozedere wird zum Rahmen für den Handlungsverlauf, der beispielsweise in einem urteilenden Richterspruch enden kann. Auch das Verbrechen selbst und die Verbrechensaufklärung ist, insbesondere in den Fernsehserien des Subgenres, Teil der Handlung.In der neueren Zeit gibt es zunehmend Filme, in denen die begleitende Wissenschaft, allen voran die Pathologie und Psychologie, den Schwerpunkt bilden. Beispiele zum Gerichtsfilm:
Gefängnisfilm und AusbruchsgeschichtenBeispiele:
ThrillerHauptartikel: ThrillerBeim Thriller (von engl. to thrill „mitreißen, fesseln“) steht statt des Rätsels um den gesuchten Täter die Gefährdung des Helden im Mittelpunkt. Im Gegensatz zur klassischen Detektivgeschichte wird der Ermittler im Thriller zum Ziel des Täters. Stellt er im Detektivroman eine unantastbare Person dar, muss er im Thriller um sein Leben fürchten und sich nicht selten handgreiflich gegen seine Widersacher durchsetzen. Es wird zusätzliche Spannung erzeugt. Der Thriller wird dementsprechend weit mehr von Action- und Horror-Elementen des Filmgenres geprägt als der klassische Detektivroman. Ein Happy End ist nicht mehr garantiert. Spionagefilm/Agentenfilmein auch dem Krimi zugeordnetes, beinahe eigenständiges Subgenre.Beispiele:
Film noirHauptartikel: Film noirKriminalkomödieHauptartikel: KriminalkomödieHumor findet sich durchaus häufiger als vermutet im Krimi wieder. Zum Teil ist der ernsthafte Aspekt des jeweiligen Krimis durch lustige oder zumindest erfreuliche Teile aufgelockert, zum Teil sind einzelne Werke gänzlich und primär auf Humor ausgerichtet. Als Indikator zumindest beim Film kann zumeist die unterlegte Musik dienen. Die Grenzen sind wie üblich fließend. Wie groß die Möglichkeiten sind sieht man auszugs- und beispielsweise an der (stillen) Kombination von Humor / Komödie und Tragödie / Drama im Film 'Max, der Taschendieb' mit Heinz Rühmann. Gerade beim Kinder- und Jugendkrimi werden zumeist komödiantische Elemente verwandt, etwa bei Astrid Lindgrens Kalle Blomquist oder -aktueller- bei Eulen von Carl Hiassen. Häufig werden die komischen Elemente auch an bestimmte Figuren geknüpft. Dies gilt etwa für Klößchen bei TKKG. WhodunitHauptartikel: WhodunitVerballhornung des englisches 'Who Done It', Wer-hat’s-getan. Bezeichnung des klassischen Ablaufs einer Detektivgeschichte mit der Ermittlung des Täters und der meist nur fiktiv möglichen, gedachten Rätselmöglichkeit für den Leser oder Zuschauer. Das Wort ist vor allem im Gegensatz zu einem in der Handlung anders aufgebauten Krimi zu sehen und zu verstehen, bei dem die Tat und die Täter selbst bereits vor der Aufklärung dem Leser bekannt und verständlich ist oder die Tat selbst die Handlung darstellt. Nicht jede Detektiv- oder Polizeigeschichte ist daher ein Whodunnit. Literatur zum Kriminalfilm
Einzelnachweise
|
