- in der Biologie und Ökologie und bedeutet hier ein Habitat
- in die Soziologie führt ihn 1922 – etwa in der Bedeutung „soziales Milieu“ – Eugen Rosenstock-Huessy ein (Eugen Rosenstock, Werkstattaussiedlung)
- in der Psychologie hat der Begriff seine Bedeutung im Rahmen der Feldtheorie von Kurt Lewin erlangt
- in der Sozialgeographie (zuerst bei Friedrich Ratzel, Politische Geographie (1897) und Der Lebensraum (1901); nach dem Ersten Weltkrieg wird er als Terminus mit wissenschaftlichem Anspruch durch Mitglieder der Schule des Geographen Karl Haushofer weiter geführt
- beeinflusst von Ratzel in der Völkischen Bewegung vor dem Ersten Weltkrieg als „Lebensraum im Osten“ und in der nationalsozialistischen Ideologie als Rechtfertigung für den Generalplan Ost