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Geändert: 2007-12-14
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Kategorie: Medien

Medien

in Frankfurt am Main]]
Medien (Einzahl Medium) sind Kommunikationsmittel der Menschen. Weitere bekannte Definitionen bezeichnen Medien als:

  • „Vermittlungsträger von Informationen“ (Horn/Kerner)
  • „Informationsvermittler zwischen Quelle und Senke“ (Fluckiger)
  • „Medien sind Mittler und bilden eine Sphäre der Vermittlung“ (Winkler)
  • „Institutionalisierte Kommunikationskanäle“ (Saxer, Kommunikationswissenschaft)

Umgangssprachlich ist der Begriff „Medien“ vor allem mit den Massenmedien: Zeitung, Zeitschrift, Hörfunk, Film und Fernsehen verbunden.

'Moderne Medien' beziehen sich auf ein zentrales Medium, den Computer.

1 Beispiele
2 Typologie
3 Funktionen der Medien
4 Medientheorien
5 Kontrolle der Medien
6 Medienberufe
7 Literatur
8 Siehe auch
9 Weblinks

Beispiele

Beispiele für einzelne Medien sind so genannten Printmedien, Buch und Zeitung, Zeitschriften aber auch das Flugblatt, der Brief und das Plakat, in neuerer Zeit dann die AV-Medien (Audio-Visuelle), wie Fotografie, Telefon, Film, Hörfunk, Fernsehen und Internet (welches mittlerweile zu den Massenmedien gezählt werden kann), aber auch Videospiele. Medien benutzen Zeichen, insbesondere Symbole wie Schrift und Sprache oder Musik.

Medien von und für Jugendliche werden als Jugendmedien bezeichnet.

Typologie

Es lassen sich je nach Betrachtungsweise verschiedene Arten von Medien unterscheiden, wobei Überschneidungen möglich sind.

Systematisch lassen sich Medien klassifizieren in

  • diskrete (zeitunabhängige) und kontinuierliche (zeitabhängige) Medien
  • visuelle und auditive Medien sowie ggf. Audiovisuelle Medien
  • Perzeptions-, Repräsentations-, Präsentations- und Informationsaustauschmedien (einschl. Speicher- und Übertragungsmedium).

Nach technischen Kriterien

  • Keiner der Partner benutzt technische Hilfsmittel (z. B. Unterhaltung zwischen zwei Personen) = primäre Medien
  • Einer der Partner benutzt technische Hilfsmittel (z. B. Printmedien) = sekundäre Medien
  • Beide Partner benutzen technische Hilfsmittel (z. B. Hörfunk, Fernsehen) = tertiäre Medien
  • Wenn für die Kommunikation ein Computer (Verknüpfung verschiedener Medien) und eine Onlineverbindung notwendig ist (z. B. Internet) = quartäre Medien

Nach dem Grad der Öffentlichkeit

Weitere Unterscheidungsmöglichkeiten

Funktionen der Medien

  • Orientierung in der Informationsflut
  • Kommunikationsfunktion
  • Bildungsfunktion
  • Informationsvermittlung
  • Willens- und Meinungsbildung, siehe auch Medienmanipulation
  • Kritik oder Kontrolle ausüben (auch gegenüber dem Staat)
  • Wirtschaftsfaktor
  • Kulturträger
  • Unterhaltung

Medientheorien

Hauptartikel: Medientheorie

Der Pionier der Medientheorie, Marshall McLuhan, hat das berühmte Schlagwort The medium is the message geprägt. Damit ist gemeint, dass die Struktur eines Mediums auch die Inhalte, die durch es hindurch übermittelt werden, beeinflusst und überformt. Nicht die Inhalte bestimmen die Medien, sondern die Form strukturiert die Inhalte. Daher sind Medien keine neutralen Werkzeuge, sondern prägen Gesellschaft auf entscheidende Weise. „Technische Medien sind nämlich Erzeugnisse oder Rohstoffe genauso, wie es Kohle, Baumwolle oder Erdöl sind.“ (McLuhan, Understanding Media, 1964, dt.: ''Die magischen Kanäle'

Kontrolle der Medien

Je nach den Personen bzw. Organisationen, die sie kontrollieren, lassen sich fünf Gruppen von Medien unterscheiden.
  1. Staatlich kontrollierte Medien. In vielen Staaten werden Hörfunk und Fernsehen unmittelbar vom Staat kontrolliert.
  2. Medien mit öffentlich-rechtlichem Status wie die Rundfunkanstalten ARD und ZDF. In Deutschland sind die gesellschaftlich relevanten Gruppen (Parteien, Religionsgemeinschaften, Arbeitnehmer-, Arbeitgebervertreter u.a.) in den Aufsichtsgremien vertreten.
  3. Medien im Besitz von Privatfirmen. Die meisten Medien in der westlichen Welt sind im Besitz großer Konzerne.
  4. Medien im Besitz von Kirchen und ähnlich nicht gewinnorientierten, gemeinnützigen Organisationen
  5. Medien, die von den daran mitarbeitenden Personen kontrolliert werden, wie z. B. indymedia oder von der Redaktion wie z. B. jungle world.

Medienberufe

Zu den Medienberufen zählt u. a.: der Medientechniker, Journalist, Fotograf, Grafiker, Designer, Redakteur, Chef vom Dienst, Mediengestalter, Medienmakler, Medieninformatiker, Medienpädagoge, Medienbetriebswirt, Mediendesigner, Medienökomom, Bildredakteur, Herausgeber, Medienkaufleute Digital und Print und Moderator.Medienmanagement

Literatur

  • Noam Chomsky: Media Control. Wie die Medien uns manipulieren. München: Piper, August 2006. - ISBN 3-49224-653-2 (10); ISBN 978-3492246538 (13) - (Taschenbuchausgabe eines geb. Buches, dass seit 1989 mit diversen Untertiteln auf Englisch und Deutsch erschien)
  • John Stossel: Myths, Lies, and Downright Stupidity. - 304 S. - New York: Hyperion Books, 2006. - Rezension der 'Welt': [1] Weblinks
  • - ders. - : Give Me A Break. - 294 S. - New York: HarperCollins, 2006. (Stossel ist ein scharfer und umstrittener Kritiker vornehmlich der US-amerikanischen Medien und ihrer Mythen)
  • Ignacio Ramonet: Die Kommunikationsfalle. Macht und Mythen der Medien. Zürich: Rotpunktverlag, 1999. - ISBN 3-85869-185-2
  • Ulrich Enderwitz: Die Medien und ihre Information Weblinks. Freiburg, 1990. - ISBN 3-92462-746-0
  • Hartmut Winkler: Mediendefinition. In: Medienwissenschaft, Nr. 1/2004. (Online-Version Weblinks)
  • Stefan Hoffmann: Geschichte des Medienbegriffs. (Archiv für Begriffsgeschichte). Hamburg, 2002.
  • Tabea Jerrentrup: MedienMacht. Medienwirkungen bezogen auf Wahrnehmung, Gesellschaft, Kommunikation und Individuum. Berlin, 2005. - ISBN 3-86553-135-0 (vgl. [1] Weblinks)
  • Bommert/Dirksmeier/Kleyböcker: Differentielle Medienrezeption. Münster, 2000. - ISBN 3-82584-897-3
  • Leon Tsvasman (Hrsg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte, Würzburg: Ergon, 2006. ISBN 3-89913-515-6

Siehe auch

Weblinks

aus Wikipedia, der freien enzyklopädie. Weblinks. Diese seite ist unter der GNU Free Documentation License Weblinks.