Die Mikrosoziologie analysiert das Verhältnis zwischen Akteur und - übriger - Gesellschaft und setzt dabei auf dessen Ebene an. Beispiele für mikrosoziologische Theorien sind Handlungstheorien, Rollentheorien, Theorien der Interaktion und Kommunikation, Ethnomethodologie, Symbolischer Interaktionismus, Konflikttheorien, Theorien der Identitätsbildung, Theorie der rationalen Entscheidung (rational choice theory), Methodologischer Individualismus sowie konstruktivistische Ansätze.
Gelegentlich wird angenommen, soziologische Disziplinen der Mikrosoziologie bedienten sich nur qualitativer Methoden und nicht auch quantitativer. Ein Zweig der Soziologie wie die Ethnomethodologie wird dann von Mikrosoziologen und -soziologinnen leicht übersehen. Manchmal fungiert die Nennung der Mikrosoziologie auch einfach nur als Abgrenzung zur Makrosoziologie, also für alle Soziologie, die nicht makrosoziologisch ansetzt.