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Geändert: 2007-12-14
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Kategorie: Automobilpionier Mann Geboren 1832 Gestorben 1891 Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur Deutz

Nikolaus Otto

Nicolaus August Otto

Nicolaus August Otto

Nicolaus August Otto (* 10. Juni 1832 in Holzhausen an der Haide/Taunus; † 26. Januar 1891 in Köln) war ein Autodidakts und der Erfinder des nach ihm benannten Ottomotor. Er absolvierte nie ein Hochschulstudium, erhielt aber später die Ehrendoktorwürde.

Anmerkung: Häufig findet man den 14. Juni 1832 als Geburtstag angegeben. Dieses Datum ist nach Mitteilung von Frau Gertrud Lindgens, geborene Otto, fehlerhaft und auf einen Lesefehler des Kirchenbuches zurückzuführen. Der Geburtstag ihres Vaters sei stets am 10. Juni gefeiert worden. Arnold Langen: 'Nicolaus August Otto - Der Schöpfer des Verbrennungsmotors', Stuttgart 1949, Franckh'schen Verlagsbuchhandlung, Seite 11 und Seite 135.

Biografie

Otto war Sohn eines Bauern, sein Vater hatte auch die Posthalterei des Ortes. Er durchlief eine Lehre als Kaufmann und verdiente seinen Lebensunterhalt nach seiner Lehrzeit als Handlungsgehilfe in den Städten Frankfurt am Main und in Köln.

Bereits 1862 begann er erste Experimente mit Viertaktmotoren, welche aber erst ab 1876 zum Einsatz kamen. 1863 baute er seine erste Gaskraftmaschine. 1864 gründete er zusammen mit dem Ingenieur Eugen Langen zunächst die erste Motorenfabrik der Welt, 'N.A.Otto Cie', dann 1869 die 'Gasmotorenfabrik Deutz', die heutige DEUTZ AG. Gemeinsam erfanden sie später (Patent von 1876) einen nach dem Viertaktprinzip funktionierenden Gasverbrennungsmotor. Dabei benutzen sie als Grundlage ihrer Erfindung den von Lenoir erstmals entwickelten Gasmotor.

Auf der Pariser Weltausstellung im Jahre 1867 präsentierten sie ihre Version eines Gasmotors zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Dabei handelte es sich um einen Flugkolbenmotor, wobei der Kolben über eine Zahstange und nicht über einen Kurbeltrieb seine Energie weiter gab. Diese neue Motorenentwicklung hatte ein Drittel des Kraftstoffverbrauchs der bis dahin bekannten Motoren. Sie wurde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Bis zur Markteinführung des Otto - Viertaktmotors im Jahr 1876 wurden von Otto -Langen - Motoren in Deutz und deren Lizenznehmern beinahe 5000 (!) Flugkolbenmotoren gebaut.Horst Hardenberg: 'Siegfried Marcus - Mythos und Wirklichkeit', Bielefeld 2000, Delius Klasing, Kapitel 15 'Deutzer rasselnde Ungeheuer', Seite 194.

Grabstein von Nicolaus August Otto und seiner Frau auf dem Melaten-Friedhof in Köln

Grabstein von Nicolaus August Otto und seiner Frau auf dem Melaten-Friedhof in Köln

Im Jahre 1876 gelang es Otto, einen Viertaktgasmotor mit verdichteter Ladung zu entwickeln. Dieser Motorentyp ist die Grundlage für den Bau von Verbrennungsmotoren bis zum heutigen Tag (deshalb auch immer noch der Name Ottomotor für alle Benzinmotoren mit Fremdzündung und Hubkolbenantrieb).

1884 erfand er die elektrische Zündung für seine Gasmotoren. Durch diese Neuerung wurde es möglich, auch flüssige Brennstoffe alternativ zum bisher ausschließlich verwendeten Gas zu benutzen.

Weiterhin ist er der Namensgeber für den Otto-Prozess.

1882 wurde ihm von der Philosophischen Fakultät der Universität Würzburg die Ehrendoktorwürde verliehen.

Otto war mit Anna Gossi verheiratet, mit der er sieben Kinder hatte. Vor dem Bahnhof Köln-Deutz steht ein Denkmal für Nicolaus August Otto und Eugen Langen. Nach Nicolaus August Otto sind auch die N-A-O-Schulen in Bad Schwalbach und Diez benannt.

Einzelnachweise

Siehe auch

Gustav Otto, Sohn von Nicolaus Otto

Weblinks

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