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Geändert: 2007-12-07
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svDet förlorade paradiset
Kategorie: Literarisches Werk Epos Literatur (Englisch) Literatur (17. Jahrhundert)

Paradise Lost

Satan, Stich von Gustave Doré, in John Miltons Paradise Lost

Satan, Stich von Gustave Doré, in John Miltons Paradise Lost

Paradise Lost (dt. Das verlorene Paradies), veröffentlicht 1667, ist ein Episches Gedichtenen in Blankvers des englischen Dichters John Miltons. Es erzählt die Geschichte des Sündenfall, der Versuchung von Adam und Eva durch Satan und ihrer Vertreibung aus dem Garten Eden.

1 Inhalt
2 Geschichte
3 Inspirationsquelle für andere Werke
4 Online-Texte
5 Weblinks

Inhalt

Das Epos beginnt in medias res: Satan und sein Gefolge haben gegen Gott rebelliert, wurden besiegt und als Strafe in die Hölle verbannt. Sie errichten dort das Pandämonium, die Heimstatt aller gefallenen Engel, und beschließen, Gott ab jetzt durch List und Trug statt auf dem offenen Schlachtfeld zu bekämpfen.

Nach der Schöpfung betritt Satan den Garten Eden, wo er Eva verleitet, eine Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu pflücken und Adam davon abzugeben. Adam und Eva werden daraufhin aus dem Garten Eden verbannt, sie haben „das Paradies verloren“.

Charaktere

Der Protagonist dieses protestantischen Epos ist der gefallene Engel Satan. Er erscheint beinahe sympathisch, ein ehrgeiziges und stolzes Wesen, das seinem tyrannischen Schöpfer die Stirn bietet. Einige Kritiker sehen den Charakter Satans als den eines Byron'schen Helden.

Stil

Milton schuf für Paradise Lost einen eigenen Sprachstil. Das Verb steht – untypisch für die englische Sprache – am Satzende. Groß- und Kleinschreibung und Rechtschreibung sind stark stilisiert. Das Gedicht enthält viele Wörter aus anderen Sprachen, die übernommen und angepasst wurden, insbesondere sind hier Latinizismen zu nennen, die in der von Milton verwendeten Form auch zu damaliger Zeit ungebräuchlich waren.

Einflüsse

Der Text verrät Einflüsse aus der Bibel, Miltons eigener puritanischer Erziehung und seinem religiösen Blickwinkel, Edmund Spenser und den römischen Dichter Vergil.

Geschichte

Am 27. April 1667 verkaufte der blinde und verarmte Milton das Copyright von Paradise Lost für 10 £.

Später schrieb Milton Paradise Regained, in dem er erzählt, wie Gott dem Menschen die Möglichkeit gibt, das Paradies wiederzugewinnen. Diese Fortsetzung errang nie ein dem früheren Gedicht vergleichbares Ansehen.

Inspirationsquelle für andere Werke

In The Marriage of Heaven and Hell kommentierte William Blake:
“The reason Milton wrote in fetters when he wrote of Angels & God, and at liberty when of Devils & Hell, is because he was a true Poet and of the Devil's party without knowing it.“ – „Der Grund, weshalb Milton in Fesseln über Engel und Gott, und in Freiheit über Teufel und Hölle schreibt, ist, dass er ein wahrer Dichter und auf der Seite des Teufels war, ohne es zu wissen.“

Ende des 18. Jahrhunderts fand Miltons Gedicht, zusammen mit den Psalmen und der Genesis, Eingang in Joseph Haydns Oratorium Die Schöpfung. Das Material war von einem ansonsten unbekannten Lidley (oder Linley) wohl ursprünglich für Georg Friedrich Händel zu einem Oratorien-Libretto verarbeitet worden, wurde aber von Händel nie in Musik umgesetzt. Haydns Gastgeber bei seiner Englandreise, Johann Peter Salomon, gelangte in den Besitz einer Kopie von Lidleys Libretto und gab es an Haydn weiter, der es wiederum nach seiner Rückkehr nach Wien seinem Freund und Gönner Baron Gottfried van Swieten aushändigte, der eine deutsche Übersetzung veranlasste sowie eine der Haydnschen Musik angepasste englische Rückübersetzung. Das Oratorium wurde auf dieser Basis 1800 bilingual veröffentlicht und wird auch heute noch in beiden Sprachen aufgeführt.

In den späten 1970er Jahren schrieb der polnische Komponist Krzysztof Penderecki eine Oper auf der Grundlage von Paradise Lost.

Das Epos war darüber hinaus eine der Ideenquellen für Philip Pullmans Romantrilogie His Dark Materials.

Im Hollywood-Film Im Auftrag des Teufels von Taylor Hackford trägt der Teufel, gespielt von Al Pacino, den Namen John Milton.

In der Fantasy-Trilogie ('Lycidas', 'Lilith' und 'Lumen') von Christoph Marzi spielt Lucifer eine wichtige Rolle; er tritt dort in verschiedenen Zeiten unter anderen Namen auf, auch als 'John Milton'.

Des weiteren war Paradise Lost vermutlich Namenspate für die gleichnamige Gothic-Metal-Band Paradise Lost (Band)

Paradise Lost ist auch der Titel des 2007 erschienen Albums der symphonischen Prog-Metal-Band Symphony X, die das Konzept auch verarbeitet haben sowie Paradise Regained im Titelstück ihres Albums The Divine Wings Of Tragedy erwähnen.

Online-Texte

Paradise Lost

Paradise Regained

Weblinks

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