In seine Regierungszeit fällt auch die erste Erwähnung der Ahlamu, räuberischer Nomaden, vielleicht die Vorfahren der späteren Aramäer.
Wenn auch die historischen Texte spärlich sind, ist Rim-Anum doch gut durch Wirtschaftstexte belegt. Feigin (1934) führt allein 20 Texte über asîrtu, Kriegsgefange, auf. Es wird sogar ein bit asiri (É-A-SI-RUM/É-SI-A-RUM), Haus der Gefangenen erwähnt, das eigenen Aufsehern, unterstand, Sin-Šemi, Ahu-waqar und Šep-Sin; auch dies deutet auf zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen. Die Kriegsgefangenen stammten unter anderem aus Isin, 102 Kriegsgefangene, die am Tor von Isin gefangen gesetzt wurden, werden zum Teil namentlich erwähnt. Sie stammen teilweise aus Eschnunna, Feigin halt sie für Söldner. Sie wurden als Gehilfen von Handwerkern eingesetzt, zum Beispiel von Brauern, Webern und Lastträgern (?). Sie mahlten scheinbar auch Mehl für sich selbst, königliche Beamte und Arbeiter des bît Šaprim. Einen gewisser Awêl-Nabium, in Isin gefangen genommen, gab der König an den Gott Ramanum in Gestalt seines Priesters Idin Šamaš. Einige wurden vermutlich auch freigekauft. Auch Gefangene aus Kisurra, Mutiabal, Gutium, Sutium, Malgû, Subartu und Elam werden erwähnt. Auch ein gewisser Ein gewisser Marduk-naṣir, Häuptling der Amoriter ( dMarduk-na-ṣir akil Amurrî) steht auf einer Liste auf, die vielleicht Kriegsgefangene aufführt.
Literatur
- Annunziata Rositani, Rim-Anum Texts in the British Museum. NISABA 4, Dipartimento di Scienze dell' Antichita dell'universita degli Studi di Messina 2003.
- Samuel I. Feigin The Captives in Cuneiform Inscriptions. The American Journal of Semitic Languages and Literatures 50/4, 1934, 217-245.
- P. Koschaker/A. Ungnad, Hammurabils Gesetz (1923).
Weblinks