Bauarten
Standardausführungen
Bei einer Seilbahn werden die Fahrzeuge von einem
Seil gezogen. Man kann Seilbahnen nach konstruktiven Kriterien grob in folgende Arten unterteilen:
- Standseilbahn: Diese Bergbahn verkehrt schienengebundenenen auf dem Boden und überwindet die größten Steigungen aller Schienenbahn überhaupt. Besonders einfache und steile Standseilbahnen zum Materialtransport werden auch als Schräglift bezeichnet.
- Luftseilbahn: Diese verkehrt an Trag- oder Förderseilen in der Luft hängend über Stützen.
- Seilhängebahn: Diese verkehrt an einer auf Stützen gelagerten oder von einer Hallendecke abgehängten Hängebahnschiene, wird von einem Seil gezogen und dient üblicherweise dem innerbetrieblichen Materialtransport in Industriebetrieben. Auch die Schwebebahn in Dresden zählt zu den Seilhängebahnen.
Spezielle Konstruktionen
Neben diesen beiden Standard-Ausführungen gibt es auch spezielle Konstruktionen:
Ein Sonderfall ist die
Dorfbahn Serfaus (
Österreich), eine unterirdische Luftkissenschwebebahn mit Seilantrieb, die manchmal auch als kleinste
U-Bahn der Welt bezeichnet wird. Diese Bahn ist zwar keine Standseilbahn im eigentlichen Sinne, kann jedoch aufgrund des Antriebsseiles im weitesten Sinne noch dazu gezählt werden.
Geschichte
1907 wurde in
San Sebastián (Monte Ulia) die erste Seilbahn für Personentransport eröffnet. 1908 wurde in
Zwölfmalgreien bei
Bozen die erste Luftseilbahn Mitteleuropas eröffnet, die
Kohlererbahn. Sie ist heute noch im Betrieb. Im gleichen Jahr ging auch der
Wetterhorn-Aufzug in
Grindelwald,
Schweiz, in Betrieb. Zu den Pionieren der Seilbahntechnik gehörte der Lananer Ing.
Luis Zuegg.
In den 1990er Jahren kam es zu einer starken Konzentration unter den Seilbahnbauern. Heute wird der Weltmarkt von den Unternehmen Doppelmayr/Garaventa und Leitner AG beherrscht.
Seilbahnen für Kinderspielplätze
Seibahnen für einen
Spielplatz müssen seit 1998 der europäischen Norm DIN EN 1176 Teil 1 und insbesondere Teil 4 sowie DIN EN 1177 entsprechen. Davor galt die deutsche Norm DIN 7926. Es wird ohne Motorkraft nur unter Einwirkung der Schwerkraft gefahren. An einem Stahlseil mit einem Durchmesser von meistens 10 mm hängt eine Sitz- oder Standmöglichkeit für Kinder. Von einer leicht erhöhten Position fährt man nach unten.
Siehe auch
Weblinks