www.all2know.com Google WWW All2know de
  Hauptseite Hauptseite | Über Über 
  Navigation
» Hauptseite
» Seiten kategorien
» Themen
» Alphabetischer index
» Zufälliger artikel
» Ändern Weblinks
Geändert: 2007-12-08
  Andere sprachen 
daSnorri Sturluson
fiSnorri Sturluson
frSnorri Sturluson
noSnorre Sturlason
svSnorre Sturlasson
Kategorie: Autor Edda Literatur (13. Jahrhundert) Literatur (Isländisch) Isländische Geschichte Mann Isländer Geboren 1178 Gestorben 1241

Snorri Sturluson

Snorri Sturluson. Illustration des norwegischem Malers Christian Krohg für Heimskringla

Snorri Sturluson. Illustration des norwegischem Malers Christian Krohg für Heimskringla

-Ausgabe von 1899
Snorri diktiert sein Werk

Snorri diktiert sein Werk

Statue von Snorri Sturluson

Statue von Snorri Sturluson

Snorri Sturluson (* 1179 in Hvamm, Island; † 22. September 1241 in Reykholt, Borgarfjörður) war ein altisländischer Skalde/Dichter und Historiker und auch als skrupelloser Machtpolitiker bekannt.

Snorris Eltern waren Sturla Þórðarson und Gudny Bödvarsdóttir. Aufgezogen wurde er – nach dem Brauch der Zeit, ähnlich wie in Zentraleuropa bei den Knappen der Ritter – von einem mächtigen Mann, Jón Loptsson (1124–1197), der als einer der einflussreichsten Goden und klügsten Männer Islands beschrieben wird. Jón Loptsson kam aus einer mächtigen Familie, deren Linie bis auf Halvdan Svarte zurückreichte, und wohnte in Oddi, einem kulturellen Zentrum im Mittelalter auf Island. Dort lernte Snorri das Lesen und Schreiben und bekam Unterricht in Latein, Theologie, Geografie und isländischem Recht. Nach einer kurzen ersten Ehe mit einer reichen jungen Frau in Borgarnes zog er 1206 nach Reykholt, wo er den Rest seines Lebens seinen Wohnsitz hatte. Snorri hatte zwei ältere Brüder, Þórður und Sighvatur.

1 Werke
2 Politik
3 Zum Namen
4 Siehe auch
5 Weblinks

Werke

Snorri gilt als Autor der Snorra-Edda (auch Prosa-Edda, unpräzise Jüngere Edda genannt), (u.a.) einem Lehrbuch für Skalden. Nur die älteste der vier Handschriften dieses Werkes nennt den Namen des Autors. Da auch sie erst ca. 60 Jahre nach seinem Tod entstand und die einzelnen Handschriften sich stark von einander unterscheiden, weil das Werk als Lehrbuch nach den jeweiligen Bedürfnissen des Unterrichts von den Abschreibern verändert wurde, ist es möglich, dass auch in der ältesten erhaltenen Fassung nicht alle Teile von Snorri selbst stammen.

Die Prosa-Edda setzt sich aus vier Teilen zusammen. Prologus und Gylfaginning bilden eine Einführung in die nordische Mythologie aus euhemeristischer Sicht. Das Skáldskaparmál als Poetologie informiert über die skaldischen Stilmittel, kenningar und heiti. Den letzten, wahrscheinlich aufgrund Snorris gewaltsamen Tods unvollendeten Teil bildet das Háttatal, eine Verslehre.

Schließlich ist er auch mit sehr großer Sicherheit der Autor der Heimskringla, einer Geschichte der norwegischen Könige. Manche vermuten außerdem wegen einiger Stilähnlichkeiten zwischen der Egils saga und der Heimskringla, dass er auch der Urheber der Egils saga sei. Die Argumente dafür stehen allerdings auf äußerst schwachen Füßen.

Politik

Snorri war als Politiker sehr erfolgreich, seine Familie, die Sturlungar, eine der mächtigsten im Lande. Er selbst hatte zweimal die einflussreichste Position im isländischen Parlament, dem Althing inne: als Gesetzessprecher. Nicht umsonst nennt man auch die Phase zu seinen Lebzeiten in der Geschichte Islands die Sturlungenzeit.

Im Sommer 1218 segelte Snorri von Island nach Norwegen. Hier besuchte er Jarl Skuli während des Winters und im darauf folgenden Sommer Eskil Magnusson und seine Frau Kristina Nilsdottir Blake in Skara. Sie waren beide mit der königlichen Familie verwandt.

Dieser Jarl Skuli verwickelte sich etliche Jahre nach Snorris Rückkehr nach Island in einen fatalen Aufstand gegen den norwegischen König Håkon Håkonarson. Der König vermutete, dass Snorri ebenfalls darin eine Rolle gespielt habe, und ließ ihn in Reykholt zusammen mit einigen seiner Söhne ermorden.

Zum Namen

Im Isländischen gibt es keine eigentlichen Nachnamen, sondern nur den Vaters- (heutzutage auch den Mutters-) Namen, in der Form Sohn von bzw. Tochter von als zweitem oder drittem Namen. Infolgedessen sollte etwa Snorri Sturluson (Sohn von Sturla) nicht Sturluson, sondern höchstens Snorri genannt werden.

Snorri ist übrigens auch heute noch ein beliebter Vorname für Jungen in Island.

Siehe auch

Weblinks



aus Wikipedia, der freien enzyklopädie. Weblinks. Diese seite ist unter der GNU Free Documentation License Weblinks.