Bezahlfernsehsender Arena
Ende 2005 gründete Unitymedia den Pay TV-Sender
Arena, der im Dezember 2005 überraschend die Rechte an der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga für 3 Jahre ersteigerte. Mit Hilfe der Bundesliga-Rechte, die pro Saison etwa 220 Millionen Euro kosten, wollte Arena neben
Premiere zum zweiten großen Pay TV-Anbieter in
Deutschland werden. Arena gab als Ziel mindestens 2,5 Millionen Abonnenten aus, doch Mitte 2007 waren es nur 1,1 Millionen Abonnenten. Arena erwirtschaftete deshalb hohe Verluste und strebte eine Kooperation mit Premiere an. Diese Einigung vom Februar 2007 wurde durch das Kartellamt untersagt, da letztere eine Verflechtung ehemaliger Konkurrenten fürchtete. Man wollte einen Wettbewerb zwischen den Satellitenplattformen behalten. Im Sommer 2007 wurden die Rechte an den Konkurrenten Premiere als Sublizenz weiterverkauft. Produziert wird das Bundesliga-Programm nun bei Premiere. Arena betreibt jetzt lediglich die Satellitenplattform arenaSAT, bei der neben der 1. und 2. Bundesliga auch 15 weitere Programm-Kanäle buchbar sind. Über die Homepage von Unitymedia ist nach wie vor Bundesliga-Fußball - produziert von Premiere - in ihrem Kabelnetz in NRW und Hessen buchbar.
Breitband-Internet und Telefonie
Über das reine analoge und digitale
Kabelfernsehen hinaus bietet Unitymedia auch Breitband-Internet und Telefonie unter den Namen 1play, 2play und 3play an. Die angebotenen Produkte umfassen Internet- bzw. Doppel-Flatrates in der Geschwindigkeit bis zu 32 MBit/s. Unitymedia hat zum 30. Juni 2007 179.500 Internet- und 99.800 Telefoniekunden. Voraussetzung für die Kunden ist ein Vertrag unter eigenem Namen mit Unitymedia. Kunden, die Mieter einer Wohnung sind, deren Vermieter einen Sammelvertrag über die Kabelversorgung mit
EWT geschlossen hat, können nicht beliefert werden.
Mit dem Unity3Play-Produkt verfügt das Unternehmen über ein sog. Triple-Play-Produkt, welches dem Kunden Digital TV,
Breitband-Internet und Telefon aus einer Hand bietet.
Kritik
Das Unternehmen steht derzeit in der Kritik, da es - wie Verbraucherschützer befinden - „irreführend und nicht verbraucherfreundlich“ für eine neue Tarifstruktur wirbt[Unitymedia: Wie Kunden behandelt werden ]
WDR-Fernsehsendung Markt vom 29. Oktober 2007.
Fußnoten
http://www.dsl-magazin.de/news/unitymedia-startet-kabel-flatrate-mit-32-mbit-s_22340.html
Weblinks