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Geändert: 2007-12-15
Kategorie: Krankenhaus in der Städteregion Aachen Universitätskrankenhaus Krankenhaus der Maximalversorgung Bauwerk in Aachen RWTH Aachen

Universitätsklinikum Aachen

Universitätsklinikum Aachen

Universitätsklinikum Aachen

Fassadenausschnitt

Fassadenausschnitt

Das Universitätsklinikum Aachen ist eines der größten Krankenhausgebäude Europas. Es befindet sich im Westen Aachens im Stadtteil Laurensberg, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Vaals in den Niederlanden.

Das Klinikum ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung, Versorgungsstufe IV, mit mehr als 1.500 Betten bei über 6.000 Mitarbeitern in 33 Kliniken, 21 Instituten und der Verwaltung. Im Jahr werden 45.000 Patienten stationär und 120.000 ambulant behandelt. In der Lehre werden über 2.500 Studenten von ungefähr 70 Professoren betreut. Die Personalausgaben betragen über 230 Millionen Euro.Jahresbericht 2005 Weblinks

1 Geschichte
2 Gebäude
3 Dies und Das
4 Literatur
5 Einzelnachweise
6 Weblinks

Geschichte

Aus den Städtischen Krankenanstalten Aachens ging 1966 die Medizinische Fakultät der RWTH Aachen mit dem Universitätsklinikum hervor. Das Gelände des alten Klinikums an der Aachener Goethestraße war zwar weitläufig, aber die meisten Abteilungen waren in Pavillons untergebracht. Der knappe Raum und die rasch steigenden Patientenzahlen erforderten einen Neubau im Stadtteil Melaten, der von den Aachener Architekten Weber + Brand entworfen und 1971 begonnen wurde. Nach dem schrittweisen Bezug ab 1984 fand am 21. März 1985 die feierliche Einweihung statt. Seitdem sind in einem Gebäude Lehre, Forschung und Krankenversorgung untergebracht. Die Gesamtbaukosten des Klinikums betrugen 2,06 Milliarden DM, im Jahr 1971 waren 571 Millionen DM angenommen worden.RWTH-Alumni 2006, Seite 30 Weblinks Die Pavillons des alten Klinikums wurden abgerissen, die Kellerräume zugeschüttet und ein Park errichtet.

Gebäude

Das Hauptgebäude, eine Stahlbetonskelettkonstruktion, hat eine Länge von 257 m und eine Breite von 134 m und ist durch 24 Treppenhausschächte mit 54 m Höhe vertikal erschlossen. Das Tragwerk ist nach allen Seiten erweiterbar und besitzt größtenteils eine Tiefgründung mit Bohrpfählen. Die Nettonutzfläche beträgt 130.000 m². Das benachbarte zweigeschossige Versorgungsgebäude hat Grundrissabmessungen von 95 m Länge und 131 m Breite bei einer Höhe von 12 m. Am 1. September 1971 wurde mit den Rohbauarbeiten begonnen, die Ende 1973 abgeschlossen waren. Die Treppenhauskerne wurden mit Ortbeton und Gleitschalung hergestellt, die restlichen Bauteile waren Fertigteile. Es war zeitweise die größte Baustelle Europas.

Foyer des Universitätsklinikums

Foyer des Universitätsklinikums

Die Optik des Gebäudes ist sowohl äußerlich als auch im Innenbereich ungewöhnlich. Die Farbgebung von Bodenbelägen, Türen und Wandelementen ist fast durchgehend in Grün-, Silber- und Gelbtönen gehalten und an den Decken verlaufen die Versorgungsmedien (Heizung, Lüftung etc.) meist unverkleidet. Die dadurch entstehenden Streifenmuster können auf empfindliche Personen als Migränereiz wirken.O. Sacks, Migraine, Univ. of California Press, rev. ed., Berkeley 1985, reprint 1992, S. 151: »odd symmetries in space«.

Durch die sichtbare Gebäudetechnik, in Verbindung mit der ebenfalls sichtbaren Struktur einer Stahlbetonskelettbauweise, ist das Aachener Klinikum zu einem der wenigen und großen Vertreter der sogenannten „technischen Moderne“ zu zählen. Dieser Baustil findet sich unter anderem auch im Centre Georges Pompidou in Paris, im Kongresszentrum Berlin und der Universität Bielefeld wieder. Das Klinikum soll als „bedeutendstes Zeugnis der High-Tech-Architektur in Deutschland“ unter Denkmalschutz gestellt werden.AZ vom 2.11.2007 Weblinks

Ab 2007 wird der erste Bauabschnitt für eine grundlegende Sanierung und Neustrukturierung des Pflegebereiches (Etagen 7–9) durchgeführt.

Dies und Das

Anfang 2005 begannen Dreharbeiten von RTL in der Klinik für eine tägliche Doku-Soap mit dem Titel Unsere Klinik – Ärzte im Einsatz. Dabei wurden Ärzte, Pflegepersonal und Patienten bei ihrer Arbeit und ihrem Aufenthalt im Universitätsklinikum Aachen mit der Kamera begleitet. Um auch das Klinikpersonal zu informieren und teilweise zu erheitern, wurden die einzelnen Folgen bis zum Auslaufen der Serie in der Personalkantine des Klinikums gezeigt.

Literatur

  • Lothar Mayer: Medizinische Fakultät Aachen. In: Der Bauingenieur, Heft 5, Jg. 1973, S. 153–168.
  • Ekkehard Winn: Das Klinikum Aachen. Baugeschichte und Analyse. Magisterarbeit, Uni Köln, 2005.

Einzelnachweise

Weblinks

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