www.all2know.com Google WWW All2know de
  Hauptseite Hauptseite | Über Über 
  Navigation
» Hauptseite
» Seiten kategorien
» Themen
» Alphabetischer index
» Zufälliger artikel
» Ändern Weblinks
Geändert: 2007-12-16
  Andere sprachen 
daTransport
fiLiikenne
frTransport
noTransport
svTransport
Kategorie: Verkehrswesen Verkehrspsychologie

Verkehr

Straßenverkehr auf der Bundesautobahn 3 in Köln

Straßenverkehr auf der Bundesautobahn 3 in Köln

Verkehr ist die realisierte Ortsveränderung von Personen, Güterenn und Nachricht.Hendrik Ammoser, Mirko Hoppe: Glossar Verkehrswesen und Verkehrswissenschaften Weblinks, erschienen in der Reihe Diskussionsbeiträge aus dem Institut für Wirtschaft und Verkehr, Dresden 2006, ISSN 1433-626x Dabei werden Einheiten entlang von Kantenn eines Netzwerkns oder auf Route einer Verkehrsinfrastruktur bewegt.Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 18

Der Verkehr macht die räumliche Mobilität sichtbar und ist damit ein Teil von ihr. Durch Verkehr wird Mobilität erst möglich. Während aber die Sozialwissenschaftliche unter dem Stichwort Mobilität die Motive und Hintergründe des Verkehrs erforscht, ist mit dem Wort Verkehr eher eine ingenieurwissenschaft Sichtweise verbunden.Claus J. Tully, Dirk Baier: Mobiler Alltag : Mobilität zwischen Option und Zwang : Vom Zusammenspiel biographischer Motive und sozialer Vorgaben. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-15103-7, S. 34, 39f.

Ein Verkehrsbedürfnis entsteht als Folge räumlicher Trennung sozialer Aktivitäten wie Wohnen, Arbeiten, sich Bilden und sich Erholen. In der Regel nutzen Verkehrsmittele die Verkehrsweg um ihr Ziel zu erreichen.

1 Geschichte
2 Rahmenbedingungen
3 Umfang des Verkehrs
4 Folgen und Probleme
5 Kenngrößen des Verkehrsprozesses
6 Akteure
7 Verkehrsart
8 Abgrenzung
9 Datenverkehr
10 Siehe auch
11 Weblinks
12 Referenzen

Geschichte

Siehe auch Hauptartikel Verkehrsgeschichte

Im 19. Jahrhundert setzte die wirtschaftliche und technische Differenzierung der Verkehrsmittel ein. Sie wurden entsprechend ihrer typischen Merkmale zu Verkehrszweigen zusammengefasst, wie z. B. die Eisenbahn (= Menge aller Verkehrssysteme und deren Komponenten, deren Merkmal die Spurführung der Schienenfahrzeuge im Rad-Schiene-System ist, also das Fahren im Raumabstand, usw.). Die Verkehrssysteme wurden dann auch unter makroökonomischen Gesichtspunkten analysiert. Wie zuvor die Betrachtung einer ganzen Volkswirtschaft stand hier die Bewegung aller Einheiten eines abgegrenzten Verkehrssystems im Mittelpunkt des Interesses. Die Menge aller Bewegungen von Schienenfahrzeugen nannte man dann Eisenbahn- bzw. Schienenverkehr. Analog entstanden die Begriffe wie Straßenverkehr, Luftverkehr, Schiffsverkehr, Nachrichtenverkehr oder Postverkehr. Im Englischen findet sich dieser Bedeutungsgehalt im Begriff 'traffic'.

Ortsveränderungen von Personen und Gütern durch Verkehrsmittel werden unter den Begriffen Transportprozess, bzw. Transportwesen subsumiert.

Rahmenbedingungen

Art und Umfang des Verkehrs werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Die Entwicklung der Bevölkerung, der Arbeitsplätze und der Wirtschaftsleistung hängen mit der Verkehrsentwicklung zusammen. Die Art des Verkehrs ändert sich durch neue Technologien und unternehmerische Strategien. Lebensweise und Tradition der Menschen sind ebenfalls wichtig. Die Form des Verkehrs hängt auch von Verfügbarkeit der Verkehrsmittel und Verkehrsinfrastruktur ab. Auch die Kosten der Raumüberwindung bestimmen den Umfang des Verkehrs.Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 21

Die Entwicklung des Verkehrs ist seit der Industrialisierung eng mit neuen Technologien verknüpft. Mit Eisenbahn, Automobil und modernem Hochgeschwindigkeitsverkehr hat sich der Verkehr stark gewandelt. Auch die Zukunft des Verkehrs hängt von neuen Technologien ab. Entscheidend wird sein, welche Antriebstechnik die fossilen Rohstoffe in der Automobilwirtschaft ersetzen wird.Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 21, 22

Gesellschaftliche Entwicklungen verändern den Verkehr ständig. Die Globalisierung trägt zum Anstieg von Handel und Verkehr bei. Anscheinend wollen Menschen, die als Folge der Individualisierung immer selbstbestimmter handeln, ihr Leben aktiver, flexibler und mobiler als zuvor führen. Neue Informations- und Kommunikationstechnologien eröffnen auch für den Verkehr neue Handlungsoptionen. Ob neue Kommunikationsarten den Verkehr verringern, ist fraglich. Zwar kann der Nachrichtentransfer auch über das Internet erfolgen, so dass weniger Fahrten notwendig sind. Zusätzlicher Verkehr entsteht aber, wenn Waren nach einem Online-Einkauf angeliefert werden. Insgesamt gibt es gute Argumente für die Annahme, dass neue Kommunikationsformen den Verkehr verstärken.Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 22, 23

Umfang des Verkehrs

Prozentuale Anteile der Energieträger am Verkehrsgeschehen Deutschlands im Jahr 2006

Prozentuale Anteile der Energieträger am Verkehrsgeschehen Deutschlands im Jahr 2006

2002 lag das Verkehrsaufkommen im deutschen Personenverkehr bei 57865 Millionen Menschen.Bundesministerium für Verkehr, Bau-, und Wohnungswesen (Hrsg.): Verkehr in Zahlen 2003/2004. Deutscher Verkehrs-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-87154-294-6, S. 211 Die Verkehrsleistung (Personen * Kilometer) betrug 905,7 Milliarden Personenkilometer.Bundesministerium für Verkehr, Bau-, und Wohnungswesen (Hrsg.): Verkehr in Zahlen 2003/2004. Deutscher Verkehrs-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-87154-294-6, S. 213

Im binnenländischen deutschen Güterverkehr war 2002 ein Verkehrsaufkommen von 3569,1 Millionen Tonnen vorhanden.Bundesministerium für Verkehr, Bau-, und Wohnungswesen (Hrsg.): Verkehr in Zahlen 2003/2004. Deutscher Verkehrs-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-87154-294-6, S. 233 Die Verkehrsleistung (Tonnen * Kilometer) betrug 506,2 Milliarden Tonnenkilometer.Bundesministerium für Verkehr, Bau-, und Wohnungswesen (Hrsg.): Verkehr in Zahlen 2003/2004. Deutscher Verkehrs-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-87154-294-6, S. 237

Die nebenstehenden Grafiken zeigen, wie sich die Verkehrsleistung im Personen-/Güterverkehr auf die einzelnen Verkehrsarten aufteilen.

Folgen und Probleme

Platzbeanspruchung

Kraftfahrzeuge und Straßen benötigen viel Platz. Die Verkehrsinfrastruktur und damit der Verkehrsraum kann jedoch insbesondere in Städten nicht unbegrenzt ausgebaut werden, so dass es zu Konflikten zwischen fließendem und ruhendem Verkehr kommen muss.Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 311

Der Bau von Fußgängerzonen ist Ausdruck dieses Problems. In ihnen sollen Fußgänger vom Platzbedarf des motorisierten Verkehrs entlastet werden, was zu einer höheren Aufenthaltsqualität führt. Gleichzeitig werden Parkhäuser errichtet, die die Erreichbarkeit gewährleisten sollen.Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 311

Umwelt

Kraftfahrzeuge belasten die Umwelt mit verschiedenen Luftschadstoffen wie Kohlenstoffmonoxide, Stickoxid, Rußpartikel, Benzol, Kohlenstoffdioxid sowie Abriebe von Reifen und Verschleißteilen. Saurer Regen, gefährdete Pflanzen, Tiere und Grundwasser sind ebenso Folgen wie Gesundheitsprobleme. Obwohl noch immer Grenzwerte überschritten werden, ist es bei den meisten Schadstoffen durch Vorschriften gelungen, die Abgasemissionen technisch zu verringern.Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 311, 312

Problematisch sind Energieverbrauch und Kohlenstoffdioxid-Emissionen des Verkehrs. Etwa 20 % der Kohlenstoffdioxid-Emissionen in Deutschland werden vom Verkehrssektor ausgestoßen. Im Gegensatz zu Industrie, Haushalten und Energiewirtschaft konnte der Verkehrssektor die Emissionen kaum verringern.Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 312

Lärm

Schienenverkehr, Luftverkehr und Kraftfahrzeuge erzeugen Verkehrslärm. Er belästigt und schadet der Gesundheit. Das Risiko eines Herzinfarktes erhöht sich durch Lärm signifikant. Aus diesen Gründen ist Lärm vielerorts bereits schädlicher als klassische Luftschadstoffe. Der Lärm lässt sich meist nur teuer oder gar nicht vermeiden. Schallschutz kann daher oft nur in Form von Schallschutzfenstern und Lärmschutzwänden erfolgen. Das Bundesimmissionsschutzgesetz verpflichtet die deutschen Gemeinden, Lärmminderungspläne zu erstellen, was aber oft aus Kostengründen nicht geschieht.Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 313, 314

Sicherheit

Siehe auch Hauptartikel Verkehrssicherheit.

2003 starben in Deutschland 6100 Menschen im Verkehr, es gab 348.500 Verletzte. Die Zahl der Verkehrstoten hat in den letzten Jahrzehnten abgenommen, was mit hohen Investitionen in die Sicherheit von Pkw erklärt wird.Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 315

Kenngrößen des Verkehrsprozesses

Verkehrsmenge, Verkehrsweite (Transportweite), Verkehrsarbeit, Verkehrszeit, Verkehrsleistung, Verkehrsstromstärke (Flussintensität), Verkehrsquellstärke bzw. -quellintensität (Zuflussintensität), Verkehrssenkstärke bzw. -senkintensität (Abflussintensität), Verkehrsdurchsatz, Verkehrsgeschwindigkeit. Diese Kenngrößen sind wichtig für die quantitative Bewertung von Verkehrsprozessen und für die Verkehrsmodellierung (z. B. in der Verkehrswirtschaft, Verkehrsökonometrie, Verkehrsplanung, Verkehrsphysik und in der Verkehrsbetriebstechnologie).

Akteure

Die Aufstellung für Regeln sowie die Überwachung von deren Einhaltung obliegt den Verkehrsministerien des Bundes und der Länder, den Verkehrsreferaten der Landkreise und Kommunen, sowie der Polizei, bzw. spezieller Einrichtungen (z. B. Flugsicherung, Bundesamt für Güterverkehr (BAG), Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Wasserschifffahrtsdirektionen (WSD), Wasserschutzpolizei, Datenschutzbeauftragte/r).

Die Verkehrspolitik trifft die Entscheidung über die Gestaltung des Verkehrs und den Bau und Ausbau von Verkehrsanlagen.

Die wissenschaftliche Behandlung aller Aspekte der Ortsveränderungsprozesse von Personen, Gütern und Nachrichten obliegt den Verkehrswissenschaften.

Verkehrsart

Unter einer Verkehrsart werden alle Verkehrstechniken zusammengefasst, die sich des gleichen Verkehrsweges bedienen.Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 18.

Zu den Verkehrsarten gehören Straßenverkehr, Schienenverkehr, Binnenschiffahrt usw.

Abgrenzung

Je nach Definitionsebene unterscheidet man:

Datenverkehr

In der Informationstechnologie werden Daten ausgetauscht das erfolgt über:

Siehe auch

Weblinks

Referenzen

aus Wikipedia, der freien enzyklopädie. Weblinks. Diese seite ist unter der GNU Free Documentation License Weblinks.