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| Geändert: 2007-12-05 |
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Leben
Nach einer Malerlehre in Schönebeck (Elbe), dem Besuch der Handwerksmeisterschule in Magdeburgs sowie der Nachholung des Abitur 1946/47 studierte Werner Tübke von 1948-1950 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. 1950 wechselte er zum Studium der Kunsterziehung an die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, das er 1953 mit dem Staatsexamen abschloss. Nach einer Tätigkeit 1953/54 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralhaus für Volkskunst in Leipzig war er von 1954 bis 1956 und 1957 bis 1963 als freischaffender Künstler tätig. Von 1956-1957 arbeitete er zwischenzeitlich als wissenschaftlicher Oberassistent an der HGB, bevor er ab 1963 als Dozent an dieser Hochschule tätig wurde. 1972 wurde er zum Professor ernannt und war dann von 1973 bis 1976 Rektor der Leipziger Hochschule für Graphik und Buchkunst. Ab 1976 war er dann wieder freiberuflich tätig. Seit 1983 war er Mitglied der Akademie der Künste der DDR und ab 1989 Vizepräsident des Verbandes der Bildenden Künstler und freischaffenden Künstler der DDR.
Tübke wurde auf dem Leipziger Südfriedhof beigesetzt.
Stil
Sein Stil entsprach nicht wie oft angenommen dem sozialistischen Realismus, sondern magischer Realismus mit surrealen Zügen. Als seine künstlerischen Vorbilder betrachtete er Lucas Cranach und Albrecht Dürer. Neben dem Bauernkriegspanorama ist das Gemälde 'Tod in Venedig' eines seiner bekanntesten Werke. Tübkes Malstil zeichnete sich aus durch seine manieristische Verzerrung und die oftmals altertümlich gekleideten Figuren.
Werke
Veröffentlichungen
- Werner Tübke: Methodisches Handbuch. Mitteldeutscher Verlag, 1954
- Werner Tübke: Reformation, Revolution. Panorama Frankenhausen. Monumentalbild. Verlag der Kunst, Dresden 1988, ISBN 3364000433,
- Werner Tübke: Ich fange mit dem Himmel an. Aquarelle und Texte. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt 1991, ISBN 376323974X
- Werner Tübke: Handzeichnungen und Aquarelle. Seemann Nachfolger Verlag, Leipzig 1992
- Werner Tübke: Das malerische Werk, Verzeichnis der Gemälde 1976 bis 1999. Husum 1999, ISBN 9057051362
- Werner Tübke: Aquarelle. Philo Verlagsgesellschaft, 2004, ISBN 3364004056
Werkverzeichnis
Das Werkverzeichnis Tübkes umfasst (Stand: Juni 2007) mehrere tausend Zeichnungen, mehr als 500 Aquarelle und 353 Gemälde.
Werke in Kirchen und Museen
Der Flügelaltar von 1997 in der St. Salvatoris-Kirche in Clausthal-Zellerfeld machte ihn auch im Westen von Deutschland bekannter.
In Würzburg werden im kirchlichen 'Museum am Dom' zwei Werke von Tübke ausgestellt: 'Vorfassung mit Kogge' von 1978 (u. a. mit einer Kreuzigungsszene) in Mischtechnik auf Holz sowie 'Mahnung' von 1966 in Tempera auf Leinwand.
Literatur
- Emmrich, Irma (1976): Werner Tübke. Schöpfertum und Erbe. Eine Studie zur Rezeption christlicher Bildvorstellungen im Werk des Künstlers. Berlin: Union-Verlag.
- Sager, Peter (1978): Interview mit DDR-Künstler Werner Tübke. 'Es kommt darauf an, Utopie zu leisten.' Die Zeit, Nr. 11, 16. März 1978, S. 27 [1]
- Beaucamp, Eduard (1985): Werner Tübke. Arbeiterklasse und Intelligenz. Eine zeitgenössische Erprobung der Geschichte. Frankfurt a.M.: Fischer
- Meißner, Günter (1989): Werner Tübke. Leben und Werk. Leipzig: Seemann, 400 S., zahlr. Abb.
- Meißner, Günter (1989): Werner Tübke theatrum mundi »Frühbürgerliche Revolution in Deutschland«. Dresden: VEB Verlag der Kunst (beim Museumsladen bestellbar)[1]
 - 18 Kunstdrucke vom Bauernkriegspanorama mit Erläuterungen von G. Meißner
- Meißner, Günter und Murza, Gerhard (1995): Bauernkrieg und Weltgericht. Leipzig: Seemann, 65 S.
- enthält Aufnahmen vom Originalgemälde in eindrucksvollen Bildausschnitten, verbunden mit einer detaillierten Interpretation der verschlüsselten Bildinhalte.
- Radday, Kristina (1997): Der Flügelaltar von Werner Tübke in der Kirche St. Salvatoris in Clausthal-Zellerfeld. Eine ikonologische Deutung. Oberharzer Geschichts- und Museumsverlag, 63 S., 17 Farbabb. ISBN 3-9805522-3-3
- 'Natürlich ist man immer beteiligt, wo es Menschen schlecht geht': Der Maler Werner Tübke im Gespräch mit Sebastian Preuss und Gustav Seibt, Berliner Zeitung, 6. September 1997 [1]
- Behrendt, Harald (2002): Das Panoramabild in Bad Frankenhausen. 'Frühbürgerliche Revolution' von Werner Tübke. Seine Ideen-, Entstehungs-, Deutungs- und Vermittlungsgeschichte. Kiel: Univ., Diss., Mikrofiches, 299 Bl., graph. Darst.
- Naumann, Berthold (2004): Rationalität und Innerlichkeit. Strategien des Umgangs mit der gesellschaftlichen Realität im Werk von Hans Haacke, K. H. Hödicke, Matt Mullican und Werner Tübke. Weimar: Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften VDG, 340 S., 70 Abb. ISBN 393212426X
Filmographie
- (1987): “Tübkes theatrum mundi”. (60 Min.) Produktion: DEFA. Text: Günter Meißner
- im Museumsladen erhältlich [1] ; dokumentiert die Entstehungszeit von Museum und Gemälde mit einer einführenden Bildinterpretation.
- (1988): 'Schlacht am Bild' (20 Min.) Regie: Ted Tetzke. Produktion: DEFA
- im Museumsladen erhältlich [1] ; Dokumentation der Entstehung des Monumentalbildes mit Interviewpassagen von Werner Tübke.
- (1991): 'Werner Tübke. Vom Abenteuer der Bildfindung.' (60 Min.) Reportage. Regie: Reiner E. Moritz. Produktion: RM Arts
- (1999): 'Der Maler Werner Tübke. Bilderwelten eines grossen Meisters.' Reportage. Regie: Bernd C. Langnickel. Produktion: Format Film. (30 Min.) Zweitausstrahlung: 3sat, 25. Februar 2002
- (2002): »Zeugen des Jahrhunderts«. Werner Tübke im Gespräch mit Anne Linsel, Ausstrahlung: 3. November 2002, ZDF
- (2004): »1000 Meisterwerke«. Werner Tübke: Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze (III) (1965), (10 Min.) Bildinterpretation. Ausstrahlung: 29. Oktober 2004, Bayerischer Rundfunk
Weblinks
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